Nordkorea will Japan von Atomgespräch ausschließen
- Kommunistische Regime baut bereits an Atombombe
Nordkorea will Japan von den Verhandlungen über einen Stopp seines Atomprogramms ausschließen. Pjöngjang werde "nicht zulassen", dass Japan weiterhin an den Gesprächen teilnehme, zitierte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag aus der Erklärung eines Sprechers des Außenministeriums.
Japan sei ein "Hindernis für die friedliche Beilegung" der Angelegenheit zwischen Nordkorea und den USA und nicht mehr "vertrauenswürdig". Ein Vertreter des japanischen Außenministeriums sprach Pjöngjang allerdings das Recht ab, Japan von den Gesprächen auszuschließen.
Japan nahm Ende August neben den beiden koreanischen Staaten, Russland, China, und den USA an den Sechs-Nationen-Gesprächen in Peking zur Beilegung der Krise teil. Die Verhandlungen blieben weitgehend erfolglos. In der vergangenen Woche hatte Pjöngjang bekannt gegeben, letzte Hindernisse zum Bau von Atombomben aus gebrauchten Brennstäben überwunden zu haben und ließ durchblicken, es werde aus den Sechser-Gesprächen aussteigen. Nach Angaben der US- Regierung verfügt Nordkorea bereits über ein oder zwei Atomwaffen aus den neunziger Jahren.
Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun zeigte sich am Dienstag dagegen zuversichtlich, dass schon bald eine neue Verhandlungsrunde stattfinden werde. Bei den Gesprächen "in naher Zukunft" hoffe er auf Fortschritte im Hinblick auf eine Beilegung der Atomkrise, sagte Roh am Rande des Gipfels des asiatischen Wirtschaftsverbandes ASEAN in Indonesien.
(apa)
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