Sonntag, 12. Oktober 2003

ÖGB: Klein mit 89,4 % zum FCG-Vorsitzenden gewählt

  • Neugebauer-Nachfolger Karl Klein kritisiert Schüssel: "Wolfgang soll sich an christlich-soziale Wurzeln erinnern"

Das Vorspiel für den Bundeskongress des ÖGB hat begonnen. Der bisherige Bundessekretär Karl Klein ist in diesem Zusammenhang auf dem FCG-Bundestag zum neuen Vorsitzenden der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) gewählt worden. Er erhielt 89,4 Prozent der Delegiertenstimmen, von 303 abgegebenen Stimmen entfielen 271 auf ihn. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Klein übte schon vor der Übernahme seiner neuen Funktion Kritik an Kanzler Schüssel.

Klein löst damit Fritz Neugebauer ab, der am Samstag zum neuen ÖAAB-Obmann gewählt worden war. In der Funktion des ÖGB-Vizepräsidenten wird Klein Neugebauer am Freitag zum Abschluss des ÖGB-Kongresses nachfolgen. Gewählt hat der FCG-Bundestag auch sechs stellvertretende Vorsitzende. Es sind dies Thomas Buder (96,7 Prozent), Wilhelm Gloss (96,7 Prozent), Christine Gubitzer (92,4 Prozent), Paul K. Huber (96,7 Prozent), Markus Tiller (97,4 Prozent) und Walter Zwiauer (94,4 Prozent).

Der neue Obmann der Christlichen Gewerkschaften (FCG), Karl Klein, übt schon im Vorfeld Kritik an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP). "Der Wolfgang ist ein guter Taktiker, müsste sich aber meiner Meinung nach wesentlich mehr an dem orientieren, was ihn groß gemacht hat, nämlich seine christlich-soziale Vergangenheit", sagte Klein in einem Montag früh ausgestrahlten Interview mit dem ORF-Radio. (APA/red)

12.10.2003 22:27