Sonntag, 12. Oktober 2003

Zivildienst-Reform: Grüne setzten Arbeitsgruppe ein

  • Benachteiligungen gegenüber Präsenzdienst sollen fallen
  • Ergebnisse auch für Heeresreformkommission wichtig

Die Grünen haben eine Arbeitsgruppe zur Reform des Zivildienstes eingerichtet. Gemeinsam mit den Trägerorganisationen und Zivildienern sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie die Benachteiligungen des Zivildienstes gegenüber dem Präsenzdienst abgebaut werden können.

Wie die Grüne Zivildienstsprecherin Theresia Haidlmayr am Sonntag meldete, sollen die Ergebnisse der Bundesheer-Reformkommission zur Verfügung gestellt werden. "Seit jeher sind wir die einzigen, die die Probleme der Zivildiener wirklich ernst nehmen.

Das Ergebnis unserer Arbeitsgruppe wird daher von großem Wert für die Bundesheer-Reformkommission sein. Im Gegensatz zu dieser binden wir nämlich Zivildiener und Trägerorganisationen ein, also jene, die von jeder Reform der Wehrpflicht direkt betroffen wären", meinte Haidlmayr.

Auch mit der vermutlich ferneren Zukunft beschäftigt sich die Arbeitsgruppe: Man werde ein Modell für die Abschaffung der Wehrpflicht bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der derzeit von Zivildienern erbrachten Leistungen entwickeln, so Haidlmayr weiter.

(apa)

12.10.2003 11:30