Kinder-Plätze: Kommission soll der Politik weiterhelfen
- Das Problem: Weder Bund noch die Länder wollen mehr zahlen
·Mehr Arbeiten?
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"Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis." Dieses geflügelte Wort für politisches Krisenmanagement ist wieder einmal top aktuell: Vertreter der Regierung und der Bundesländer haben sich am späten Montagnachmittag auf die Einrichtung einer gemeinsamen Kommission zur Kinderbetreuung geeinigt.
Im Vorfeld des Treffens im Sozialministerium war von fast 50.000 fehlenden Betreuungsplätzen die Rede gewesen. Diese Zahl wurde bei der Sitzung in Abrede gestellt. Erste Ergebnisse sollen binnen sechs Monaten vorliegen.
Sozialstaatsekretärin Haubner meinte, man habe bei dem Treffen mit den Bundesländervertretern die tatsächlichen Zahlen "abgleichen" können. Handlungsbedarf sieht sie vor allem bei den sechs- bis 15- jährigen Kindern. Im Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren gebe es eine sehr gute Versorgung.
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat betonte, dass etwa in Kärnten elf Prozent der bestehenden Betreuungsplätze ungenützt seien. Es gehe nun darum, das vorhandene Angebot besser auszunutzen und etwa flexiblere Betreuungsmöglichkeiten für Berufstätige sowie in den Ferien zu schaffen. Sie schlug deshalb die Einrichtung von "Clearingstellen" in allen Bundesländern vor. An diese sollen sich Eltern wenden können, die einen Betreuungsplatz brauchen. Zudem soll es etwa steuerliche Anreize für die Kinderbetreuung geben.
Rauch-Kallat und Haubner deuteten auch an, dass es zusätzliche Bundesmittel für die Kinderbetreuung geben könnte. Über deren Höhe werde man aber erst nach Abschluss der Kommissionsarbeit reden können, meinte Haubner. (APA/red)
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