Samstag, 11. Oktober 2003

Jetzt ist es offiziell: Wien gehört zum Kulturerbe der Menschheit

  • Urkunde am Samstag im Rathaus verliehen
  • "Eines der bedeutendsten Beispiele für historische Städte"

Wien gehört zum Kulturerbe der Menschheit. Mit der Verleihung der Urkunde im Rathaus, ist die Bundeshauptstadt am Samstag offiziell in den Kreis der Weltkulturerbestätten aufgenommen worden. Francesco Bandarin, Direktor des Welterbekomitees, lobte Wien als "eines der bedeutendsten Beispiele für historische Städte".

Bandarin zeigte sich erfreut, Wien die hohe Auszeichnung verleihen zu dürfen, da er selbst von Beruf Architekt sei und in seiner Ausbildung die Bundeshauptstadt studiert habe. Sie sei "über viele Jahre der Referenzpunkt für modernes urbanes Leben" gewesen, so der Italiener.

Weiteres Kriterium für die Aufnahme in den Kreis von 730 Welterbestätten sei Wiens Ruf als Musikstadt gewesen. Natürlich könne dieser nicht in einzelnen Baudenkmälern gefunden werden, so Bandarin, sondern im Geist der Stadt.

Für Häupl zeigen die hohen Weihen, "dass wir mit unserer gebauten Geschichte sorgsam umgegangen sind". Hoch erfreut war der Bürgermeister über Bandarins Einladung im Jahr 2005 in Wien ein Symposium der UNESCO zu veranstalten, das klären soll, wie sich historische Stadt und moderne Architektur miteinander vereinen lassen.

Dabei sollen in der Diskussion zwischen Institutionen, Experten, Architekten und Bauherren verbindende Kriterien gefunden werden. Häupl sah darin die Chance, "einen konsequenten Schritt in die Zukunft zu gehen".

Mit den neuen Wettbewerbsergebnissen zum Hochhausprojekt Wien-Mitte, war Bandarin zufrieden: "Die Vorgaben des Welterbekomitees sind vollkommen respektiert worden". Es sei die richtige Lösung gefunden worden, zumal sich die Kritik der UNESCO immer nur auf die Höhe der geplanten Bauten, nicht auf die tatsächliche Umgestaltung des Arreals bezogen hätte.

(apa)

11.10.2003 13:38