Freitag, 10. Oktober 2003

Mehr Arbeiten? Lehrer lehnen FPÖ-Wünsche ab

  • "Übr die 1.800 Stunden gehen wir sicher nicht hinaus"
  • FP will Erhöhung von 23 auf 30 Stunden Lehrverpflichtung

Nach der ÖVP erteilten jetzt auch die Lehrer-Gewerkschafter der FPÖ-Forderung nach mehr Arbeit an Österreichs Schulen eine klare Abfuhr: Pflichtschullehrergewerkschafter Riegler von der FCG erklärte Freitag im Ö1-"Morgenjournal", die Lehrer hätten ohnehin eine 40-Stunden-Woche. Sie sei gesetzlich gegliedert in Unterricht, Vor- und Nachbetreuung, beispielsweise Schularbeiten korrigieren, sowie Organisation.

"Eines ist klar, übr die 1.800 Stunden, die alle anderen Berufszweige auch erbringen müssen, über die gehen wir sicher nicht hinaus", so Riegler. Anders steht Riegler den SPÖ-Plänen gegenüber, 100.000 zusätzliche Ganztagsschulplätze einzurichten. Wenn das Geld dafür zur Verfügung gestellt werde, sei dies sicher machbar.

FPÖ-Bildungssprecherin Rossmann hatte am Donnerstag gefordert, die Lehrverpflichtung im Pflichtschulbereich von rund 23 auf 30 Stunden zu erhöhen. Damit sollte für die Schüler eine sinnvolle Nachmittagsbetreuung organisiert werden. Gleichzeitig plädierte Rossmann ein weiteres Mal dafür, Lehrer während der Ferien für Nachhilfeunterricht einzusetzen. Als "Um und Auf" bezeichnete die Bildungssprecherin eine Abschaffung der Pragmatisierung im Schulbereich. (APA/red)

10.10.2003 08:59