Donnerstag, 9. Oktober 2003

Strasser startet Kampagne gegen Alkounfälle

Alkohol am Steuer wird immer mehr zum Kavaliersdelikt, die Alkounfälle steigen. Das Innenministerium will diesem Trend mit der Verkehrssicherheitskampagne 2003 entgegensteuern. Kern des Projekts ist die "Alkoholselbstkontrolle". "Selbst zu kontrollieren, bevor es andere tun", nannte Innenminister Strasser den richtigen Weg. Werbespots und Plakate sollen helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Bei 1.272 Alkohol-Unfällen wurden heuer im ersten Halbjahr 1.843 Personen verletzt und 30 getötet. Das ist ein Anstieg zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund fünf Prozent bei den Unfällen und um vier Prozent bei den Verletzten.

Besonders junge Menschen unterschätzen oft das Risiko, das Alkohol beim Autofahren mit sich bringt. 70 Prozent der Alko-Unfälle passieren zwischen 18.00 und 6.00 Uhr. Zwischen Mitternacht und 4.00 Uhr sind fast 30 Prozent aller Unfälle im Straßenverkehr auf Alkohol zurückzuführen. Bereits bei 0,5 Promille im Blut ist die Unfallgefahr mindestens doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 1,2 Promille ist die Wahrscheinlichkeit eines kapitalen Crashs sogar zwölf Mal höher.

Die Senkung der Promillegrenze auf 0,5 habe nicht den erwarteten Erfolg gebracht, erklärte Strasser und rief zu mehr Selbstdisziplin auf. "Kontrolle ist nicht gleich Strafen - und Strafen ist erst die letzte Konsequenz. Verantwortungslose Verkehrsteilnehmer bezahlen mit Glück eine Strafe, im schlimmsten Fall mit ihrem Leben und sie gefährden Unschuldige", so der Innenminister. (APA)

9.10.2003 13:40