Gusenbauer-Attacke: "ÖVP zielt auf vollkommene Zerschlagung der ÖBB ab"
- "Rufschädigungskampagne richtet schweren Schaden an"
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Keine Überstunden? Strafe angedroht!
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Eisenbahner bald neu organisiert
"Die ÖVP zielt auf eine vollkommene Zerschlagung der ÖBB ab, so dass es in einigen Jahren gar kein selbstständiges österreichisches Eisenbahnunternehmen mehr geben könnte", kritisierte SPÖ-Bundesvorsitzender Gusenbauer im Rahmen des Besuches der ÖBB-Werkstätte in St. Pölten. Dieser bildete den Auftakt zu der "Chance Rot-Weiß-Rot"-Tour des SPÖ-Chefs.
"Die Rufschädigungskampagne der ÖVP gegen die ÖBB läuft auf Hochtouren und richtet schweren Schaden an", warnte Gusenbauer. Die Beschäftigten der ÖBB seien zurecht erzürnt über diese "beispiellose Hetzkampagne einer Regierungspartei" gegen ein österreichisches Leitunternehmen und dessen Beschäftigte.
"Der Zorn über die ÖVP-Agitation ist bei den Eisenbahnern zurecht massiv. Was soll sich ein ÖBB-Facharbeiter mit 35 Jahren und 1.200 Euro-Monatsverdienst denken, wenn er die ÖVP vom 'ÖBB-Luxusbahnhof' schwadronieren hört", merkte Gusenbauer an.
Zudem biete die "so genannte ÖBB-Reform" der Bundesregierung "keinerlei positive Zukunftsperspektive" an, sie verunsichere lediglich die Beschäftigten der ÖBB in unverantwortlicher Weise, bekräftigte der SPÖ-Bundesvorsitzende. Die ÖBB-Unternehmungsführung habe im Dialog mit den Eisenbahnern bereits in den vergangenen Jahren einen klaren Modernisierungskurs gefahren. So sei etwa der Personalstand von 70.000 auf 48.000 Mitarbeiter reduziert worden.
Am Vorabend der EU-Erweiterung könne laut Gusenbauer die Regierung "leider keinerlei konstruktive Perspektiven einer vernünftigen und zeitgemäßen Verkehrs- und Infrastrukturpolitik anbieten". Stattdessen werden die Eisenbahner "auf das Übelste diffamiert und die Reputation des Unternehmens schwer geschädigt".
(apa)
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