Grasser in NEWS: "Zuerst denken, dann sprechen"
- Im Interview kontert der Finanzminister seinen Kritikern
- Grasser bleibt hart: Steuerreform kommt erst 2005
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Grasser bleibt hart: Steuerreform 2005
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FP, SP & Grüne gegen Khol-Idee
Die FPÖ erhöht die Schlagzahl gegen ihren Ex-Parteiliebling - und fordert mit der Opposition Grassers Ablöse. Im NEWS-Interview geht der parteilose Finanzminister in die Offensive und verteidigt seinen Wirtschaftskurs. Die von der FPÖ geforderte Vorziehung der Steuerreform lehnt er ab.
NEWS: Der Vizekanzler Ihrer Regierung erklärt, der "Grasser-Bartenstein-Kurs" sei gescheitert.
Grasser: Diese Kritik ist falsch und für mich nicht nachvollziehbar. Unsere Wirtschaftsdaten sprechen eine andere Sprache. Die Wirtschaft steht gut da, das Wirtschaftswachstum liegt über dem europäischen Durchschnitt, unser Budget ist ausgeglichen, und wir haben eine geringere Inflationsrate.
NEWS: Das scheint Vizekanzler Haupt anders zu sehen. Noch mal: Er hat Ihren Kurs als gescheitert bezeichnet.
Grasser: Mir ist es wichtig, darzustellen, dass unser Reformkurs Früchte getragen hat, und das sollten wir auch kommunizieren. Zur Kritik des Vizekanzlers kann ich nur sagen, dass er in alle wirtschaftspolitischen Entscheidungen eingebunden war und dass er auch alle Entscheidungen mitgetragen hat. Wir sollten unsere Erfolge lieber gemeinsam verkaufen.
NEWS: Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz, hat erklärt, dass er Haupts Kritik einer gescheiterten Wirtschaftspolitik nicht verstehe, dass er bei Ihnen "überhaupt keine Wirtschaftspolitik erkennt".
Grasser: Der Herr Lorenz Fritz sollte zuerst denken und dann sprechen.
NEWS:Thomas Prinzhorn und Dieter Böhmdorfer haben die Vorziehung der Steuerreform von 2005 auf 2004 zur Koalitionsfrage erklärt. Sind Sie in dieser Frage nun kompromissbereit?
Grasser: Dazu muss man sagen, dass es ein großer Erfolg der FPÖ war, dass bereits ein Teil der Steuerreform 2004 in Kraft tritt, der alle Einkommen unter 14.500 Euro im Jahr steuerfrei stellt.
NEWS: Das heißt keine Vorziehung, wie Haupt und Co fordern?
Grasser: Für mich gilt das Regierungsübereinkommen, das der Vizekanzler und alle Obmannstellvertreter vor weniger als sieben Monaten unterschrieben haben. Es ist seriöserweise gar nicht möglich, den Zeitplan zu verändern.
Das komplette Interview mit Karl-Heinz Grasser lesen Sie im aktuellen NEWS
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