Dienstag, 7. Oktober 2003

Grasser bleibt dabei: "Steuerreform kommt erst 2005"

  • Kritik von Vizekanzler Haupt ist für Finanzminister "falsch"
  • Spekulationen um vorzeitigen Rücktritt zurückgewiesen

Finanzminister Grasser hat die Kritik von FPÖ-Obmann Vizekanzler Haupt, wonach der Wirtschaftskurs Grasser-Bartenstein gescheitert sei, als "falsch" bezeichnet. Grasser sagte, "ich möchte nicht über die Befindlichkeit" des Vizekanzlers Interpretationen anstellen. Ein Vorziehen der Steuerreform von 2005 auf 2004, wie dies die FPÖ nach wie vor will, lehnt Grasser ab.

"Die zweite Etappe der Steuerreform kommt ganz sicher 2005". Die Verhandlungen sollten so schnell wie möglich erfolgen. "Wir wollen die große Etappe der Steuerreform mit einer Entlastung von 2,5 Milliarden Euro Ende Jänner/Anfang Februar vorstellen, beschlossen werden soll das vor dem Sommer nächsten Jahres, aber Inkrafttreten 2005. So ist es im Koalitionsübereinkommen, das Haupt und Prinzhorn und alle unterschrieben haben", so Grasser.

Die Kritik auf europäischer Ebene von anderen Finanzministern kann Grasser nicht nachvollziehen. "Faktum ist, dass Österreich für seine seriöse Finanzpolitik anerkannt ist. Wir haben im letzten Jahr 1,4 Prozent Wachstum gehabt, die Eurozone nur 0,8 Prozent. Im Budgetdefizit haben wir zwei Jahre hintereinander quasi ein Nulldefizit, während die Eurozone zwei Prozent aufweist. Wir haben es geschafft, sind in beiden Dingen besser". (APA/red)

7.10.2003 22:48