Parteifreie Gewerkschafter fordern Zivildienstpflicht für Frauen
- "Gleichheitsgrundsatzes" soll auch für Frauen gelten
- Zahlreiche Effekte auf Arbeitsmarkt
Das dürfte für Aufregung sorgen! Die Parteifreien Gewerkschafter forderten am ÖGB-Bundeskongress, dass in Österreich ein verpflichtender Zivildienst für Frauen eingeführt wird. Damit würden auch die Probleme mit dem fehlenden Pflegepersonal in Altenheimen und Spitälern zu lösen sein.
Otmar Höfler von den Parteifreien Gewerkschaftern in einer Aussendung an die APA: "Wenn schon wehrpflichtige Männer zwölf Monate Zivildienst in Sozialberufen ohne einer qualifizierten Fachausbildung absolvieren müssen (können), sollte es nach dem Gleichheitsgrundsatz der Bundesverfassung auch für Frauen gelten". Ein entsprechender Antrag sollte auf dem ÖGB-Bundeskongress verabschiedet werden, wobei Übergangsregelungen vorgesehen werden könnten, meint Höfler.
Und weiters: "Durch die Einführung des Zivildienstes für Frauen könnten viele zusätzliche Arbeitsplätze in der Gemeinwirtschaft geschaffen werden und wir brauchen dann keine ausländischen Arbeitskräfte für die Sozialberufe". Nebenbei würden sich vermutlich nach dem Zivildienst mehr junge Frauen für einen Sozialberuf entscheiden, "viele Frauen bräuchten keinen Teilzeitjob, sondern hätten einen sicheren Sozialberuf", so die Parteifreien Gewerkschafter. (apa/red)
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