Mittwoch, 1. Oktober 2003

Haider widerspricht in NEWS Haupt: "Es wird personelle Änderungen geben müssen"

  • Sonst: "Ende abwarten und Neustart ohne Vorbelastung"
  • Neue Attacken gegen Grasser: "Er ist das Gift der Koalition"

"Es ist bemerkenswert, dass genau jene, die die FPÖ zur Konkursmasse machen, jede Personaldiskussion verbieten lassen." Und: "Es wird personelle Änderungen geben müssen." Mit diesen klaren Worten widerspricht Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS der FPÖ-Spitze, die sich am Dienstag gegen eine Personaldiskussion ausgesprochen hatte.

Haider hält eine solche Personaldebatte sehr wohl für notwendig. Haider: Das ist wie im Fußball: Wenn eine Mannschaft falsch aufgestellt ist, keine Tore schießt, sondern nur welche kassiert, muss man die Aufstellung ändern. (...) Die jetzigen Akteure hatten einen gewissen Kredit, die FPÖ wieder zum Erfolg zu bringen. Sie haben diesen Kredit bei den Wählern aufgebraucht. Deshalb braucht die Partei dringend neue Hoffnungsträger." Und: "Jemand der redlich ist, muss angesichts dieser tödlichen Bedrohung die Konsequenzen ziehen."

Gäbe es diese personelle Erneuerung nicht, bleibt, so Haider, "nur mehr das Ende abzuwarten und dann einen Neustart ohne Vorbelastungen zu setzen."

"Ich kann das alles nicht mehr nachvollziehen"
Auch mit der thematischen und inhaltlichen Arbeit der FPÖ zeigt sich Haider unzufrieden: "Es erfüllt mich mit Schaudern, wenn jetzt plötzlich wieder die Osterweiterung thematisiert wird, nachdem man im Parlament Zeit gehabt hätte, darüber zu diskutieren, und damals keinen Widerspruch angemeldet hat. Ich kann das alles nicht mehr nachvollziehen."

Neue Attacken gegen Grasser: "Gift der Koalition"
Scharfe Worte findet Haider für seinen ehemaligen Intimus, Finanzminister Karl Heinz Grasser. Haider: "Die Hauptursache für alle Schwierigkeiten der Regierung ist der neoliberale Wahn Grassers. Der Finanzminister bewegt sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Er bringt nichts zusammen, sondern zerstört nur ständig Strukturen. Er ist das Gift der Koalition (...) und Verursacher sämtlicher Debakel der Regierung. Von der Unfallsteuer bis zur Vöest-Privatisierung zieht sich seine Blutspur (...)"

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!

1.10.2003 12:32