Strom-Netztarife sinken erst mit 1. November
Die Strom-Netztarife werden in Österreich per 1. November größtenteils gesenkt, in der Steiermark werden die neuen Netztarife erst ab 1. Jänner 2004 gelten. Die entsprechende Verordnung wurde nun von der E-Control-Kommission (ECK) abgesegnet. Ursprünglich hätten die neuen Netztarife bereits per 1. Oktober in Kraft treten sollen.
Die so genannten juristischen Detailformulierungen, an denen ein einstimmiger Beschluss der ECK zuvor gescheitert war, sind nun in der Verordnung nicht enthalten. Aus dieser Verordnung herausgestrichen wurden Formulierungen bezüglich der grundsätzlichen Darstellung des so genannten Benchmarking-System, das in einem weiteren Schritt die Festlegung der Netztarife generell regeln soll.
Die Netztarife werden nun um durchschnittlich 5 Prozent sinken, die Bandbreite reicht dabei von 0,5 bis 8,0 Prozent. In der Steiermark seien auf Grund des Zusammengehens von Steweag und Steg noch weitere Prüfungen nötig, die Tarifsenkung werde dort erst ab Jahresbeginn 2004 erfolgen, so Energieregulator Walter Boltz.
Die Industrie begrüßte die nun erfolgende Senkung der Netztarife, forderte aber weitere Rücknahmen und die rasche Einführung des Benchmarking-System. Im Europa-Vergleich zählten die heimischen Netzpreise zu den höchsten, so die Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich. Bei hohen Durchleitungskosten gebe es keine Alternative zum lokalen Stromanbieter, die Netztarife müssten daher mittelfristig an europäisches Niveau angepasst werden. (APA)
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