"Stiller Ausgleich": Lugner wollte Baufirma auflösen
- Baumeister bot Gläubigern eine Quote von 27,9 Prozent an
Amtsmüde scheint der prominente Wiener Baumeister Richard Lugner zu sein. Er hat seinen Gläubigern einen stillen Ausgleich angeboten, berichtet "Die Presse". Bei den Gläubigern der Einzelfirma Lugners seien Ende September Faxe von einem Sanierungsberater des Baumeisters eingetroffen, in denen eine Quote von 27,9 Prozent angeboten worden sei. Diese Quote verstehe sich als "Abschlagszahlung mit schuldbefreiender Wirkung", zitiert die "Presse" das Schreiben.
Richard Lugner erklärte, er wolle die bereits angekündigte Liquidierung seiner Firma "still über die Runden bringen". Er wolle alles aus seinem Vermögen zahlen, benötige dafür aber noch Bankkredite. Das Vorgehen der beauftragten "Unternehmenssanierungs- und Ausgleichsberatungskanzlei" sei bereits eingestellt worden.
Die Baumeister Ing. Richard Lugner ist eine Einzelfirma, für die Lugner mit seinem Vermögen haftet. Das Einkaufszentrum im 15. Wiener Gemeindebezirk steht laut "Presse" im Eigentum der Privatstiftung der Lugner-Söhne, Lugner selbst soll nur noch mit 10 Prozent daran beteiligt sein.
Lugner hat bereits vor längerem angekündigt, seine Baufirma aufzulösen. Dies solle ohne Insolvenz geschehen, so Lugner im vergangenen Juni. Seine Söhne wollen mit eigenen Kapitalgesellschaften, die mit der Einzelfirma des Vaters nicht verbunden sind, im Baugeschäft bleiben. (APA/red)
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