NEWS: Finanzministerium wird zur Mega-Shoppingmall
- Republiks-Besitz soll zur 80-Millionen-Euro-Einkaufsmeile werden
- Problem: Altmieter wollen Nobel-Adresse nicht aufgeben

Karl-Heinz Grasser hat es gut: Der Finanzminister kann möglicherweise schon bald im eigenen Amtshaus ausgedehnte Shoppingtouren unternehmen. Denn er will sein Ministerium zu einem Mega-Einkaufstempel umbauen. Einziges Problem: Zoff mit den Altmietern.
Große Teile jenes Areals, in dem derzeit das Finanzministerium untergebracht ist, sollen in eine noble Shopping-Mall, gespickt mit Edelgastronomie, Hotellerie, Tiefgarage und modernen Büros, umgewandelt werden. Kolportiertes Investitionsvolumen für das Projekt in bester Wiener Citylage: 80 Millionen Euro.
Hintergrund: Grasser will den Republiksbesitz einer "Gewinn bringenden Verwertung" zuführen. Derzeit sind nur die an der Kärntner Straße gelegenen Lokale vermietet.
Straffe Vorgaben
Der Zeitplan für das von Grasser forcierte Mega-Projekt steht bereits:
Stolpersteine und Ablösen
Bis es so weit ist, haben Grasser & Co allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Bis zum heutigen Tag war lediglich ein Unternehmen nach monatelangen Verhandlungen bereit, das lukrative Geschäftsfeld Kärntner Straße zu räumen. Kolportiert wird eine Ablösesumme in zweistelliger Millionenhöhe.
Grassers Immo-Imperium
Derzeit wissen die Mieter jedenfalls noch den extrem unternehmerfreundlichen Mietzins zwischen drei und dreißig Euro pro Quadratmeter und Monat zu schätzen. Statt rund 150 Euro!
Nahezu der gesamte Gebäudekomplex zwischen Kärntner Straße, Himmelpfortgasse und Johannesgasse befindet sich im Eigentum der Republik. Verantwortlich für die Verwertung des knapp 45.000 Quadratmeter großen Areals in exklusiver Innenstadtlage ist der Finanzminister.
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