Mittwoch, 1. Oktober 2003

2004: Prämien für Bausparen und Zukunftsvorsorge sinken

  • Bausparen: Senkung von 4 auf 3,5%
  • Zukunfts-Vorsorge: Senkung von 9,5 auf 9 Prozent

Ab 1. Jänner 2004 lässt der Staat für Bausparen und Zukunftsvorsorge weniger springen. Die Prämie sinkt beim Bausparen von 4 auf 3,5 Prozent, bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge von 9,5 auf 9 Prozent.

Grund für die Prämienreduktion ist der spürbare Rückgang der Kapitalmarktzinsen im Beobachtungs-Zeitraum 1. Oktober 2002 bis 30. September 2003. Die Bausparprämie wird nach einer Formel errechnet, Ausgangspunkt ist die Sekundärmarktrendite für Anleihen.

Bei der 2002 von der Regierung aus der Taufe gehobene geförderten Zukunftsvorsorge - damals ging man noch von einer Prämie von 10 Prozent aus - beträgt die staatliche Prämie jeweils 5,5 Prozentpunkte mehr als jene für Bausparen.

Die mehr als 5 Millionen Bausparer (Verträge) in Österreich werden bei einer Einzahlung von 1.000 Euro (höchstmöglicher Betrag pro Person und Jahr) 2004 nur 35 statt 40 Euro Prämie kassieren. Die Rendite reduziert sich von rund 4,4 auf 4,2 Prozent vor Kapitalertragsteuer.

Bei der Zukunftsvorsorge beträgt die maximal geförderte Einzahlung 1.851 Euro pro Jahr, was heuer eine Prämie von 176 Euro brachte. 2004 zahlt der Fiskus nur noch 167 Euro dazu. An ihren langfristigen Renditeprognosen von 5,5 bis sechs Prozent pro Jahr halten die Anbieter der Zukunftsvorsorge, die heuer bis zu 300.000 Verträge abschließen wollen, trotz der Prämienreduktion fest, heißt es in dem Bericht weiter.

Viel weiter sinken können die Prämien für Bausparen und Zukunftsvorsorge übrigens nicht mehr: Gesetzlich fixiert ist, dass die Bausparprämie mindestens 3 und höchstens 8 Prozent beträgt. Bei der Zukunftsvorsorge liegt die Bandbreite für die Prämie demnach zwischen 8,5 und 13,5 Prozent. Experten gehen davon aus, dass die Zinsen 2004 eher wieder steigen werden, was dann ab 2005 auf die Prämien durchschlagen würde.
(apa)

1.10.2003 14:26