Panzer-Deal: Steyr Spezialfahrzeuge an US-Konzern?
- "Pandur"-Produktion könnte in die Schweiz verlagert werden

Kommt bald das Aus für Österreichs Steyr-Panzerproduktion Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge (SFF)? Laut "Kurier" soll das Unternehmen kurz vor der Übernahme durch den US-Rüstungskonzern General Dynamics stehen. Derzeit ist General Dynamics mit 25 Prozent an der Steyr Spezialfahrzeuge beteiligt. Mehrheitseigentümer des Wiener Unternehmens ist im Moment noch Hans-Michael Malzacher. 24 Prozent hält die Maschinenfabrik Liezen. Malzacher hat den angeblich bevorstehenden Deal noch nicht bestätigt.
Malzacher hatte die SFF 1998 von Frank Stronach übernommen. Das Unternehmen betreibt in Wien Simmering (Bild) ein Werk mit 250 Mitarbeitern. Erzeugt wird dort unter anderem der Steyr-Radpanzer "Pandur". Laut "Kurier" könnte die "Pandur"-Produktion im Fall der Übernahme durch den US-Konzern künftig zum Schweizer Panzerbauer Mowag ausgegliedert werden. Mowag ist ebenfalls eine General Dynamics-Tochter, und versorgt derzeit die Schweizer Armee mit "Piranha"-Radpanzern.
Deal mit Bundesheer stockt
Das österreichische Bundesheer hatte 1996 bei SFF 220 Radpanzer und 110 Kampfschützenpanzer "Ulan" im Wert von insgesamt 254 Millionen Euro bestellt. Dieser Deal soll laut Bericht ins Stocken geraten sein. Bis jetzt sollen vom Panzerpaket erst 68 "Pandur" beschafft worden sein, der "Ulan" befindet sich noch immer in der Truppenerprobung. Das Heer soll eine Serie von technischen Pannen und angeblich zu geringe Transportkapazität des dreiachsigen "Pandur" bemängeln. In Simmering soll deshalb derzeit an einem vierachsigen Prototypen gebastelt werden. (APA/red)
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