Montag, 29. September 2003

Pleiten nehmen weiter zu - 4.069 Insolvenzen bis Ende September

  • Deutlicher Anstieg bei Privatkonkursen

Bei den Firmenpleiten in Österreich ist auch im September nach wie vor keine Entspannung zu erkennen. Die Zahl der Unternehmenspleiten hat in den ersten drei Quartalen 2003 um 1,4 Prozent auf 4.069 Insolvenzen zugenommen.

Deutlich rückläufig waren im Jahresvergleich nur die Passiva: Und zwar um 30,8 Prozent auf 1,798 Mrd. Euro. Die Zahl der von einer Insolvenz betroffenen Dienstnehmer sank im Berichtszeitraum um 4,3 Prozent auf 17.800 Beschäftigte.

Das heurige Insolvenzbild war von "weniger Großpleiten, aber vielen KMU-Begräbnissen" (KMU=Kleine und Mittlere Unternehmen) gekennzeichnet, so KSV-Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner.

Die größten Fälle im laufenden Jahr waren bis jetzt der Konkurs des Elektrokonzerns Grundig mit Passiva von 154 Mio. Euro, gefolgt vom Ausgleich des Wiener Brotriesen Ankerbrot mit Passiva von 89 Euro.
(apa, red)

29.9.2003 13:23