Aus als Voest-Boss: Struzl geht mit 31. März 2004!
- Er einigte sich mit Gremium auf vorzeitigen Abschied, "deutliche Reduzierung der Ansprüche" vereinbart
- Doch kein "Golden Handshake" mit 1,8 Mio. - es sollen "nur" 1,5 Mio. sein
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In NEWS: Scharin- ger für Struzl
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ÖIAG bezifferte den Erlös zu hoch!
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Oberösterreichische Standortgarantie
Seit Ende September ist es fix: voestalpine-Vorstandschef Struzl geht mit 31. März 2004! Er beendet seinen bis Mitte 2006 laufenden Vertrag also vorzeitig. Laut voest-Medieninfo wurde eine "deutliche Reduzierung seiner Ansprüche" vereinbart. Der "Golden Handshake" für Struzl wurde bisher von Medien mit 1,8 Mio. Euro beziffert - jetzt sollen es nur noch 1,5 Mio. sein! Vor der entscheidenden Sitzung herrschte Hochspannung. Franz Struzl war wegen Insidergeschäften ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist.
Diese einvernehmliche Lösung wurde zwischen dem Aufsichtsratsgremium und Struzl erzielt, gab die voestalpine bekannt.
Wolfgang Eder übernimmt Struzl-Geschäfte
Die Geschäfte des Vorstandsvorsitzenden wird ab 1. April 2004 der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der voestalpine AG, Wolfgang Eder, übernehmen. Neben seiner Funktion im voestalpine-Vorstand leitet Eder derzeit die beiden Divisionen Stahl und motion.
Golden Handshake für Struzl
Struzl bot, nachdem er das Strafverfahren durch die Annahme eines Diversionsangebotes der Staatsanwaltschaft vermieden hatte, seinen Rücktritt an. Eine vorzeitige Auflösung seines Vorstandsvertrages sollte Struzl eine Abfindung in Höhe von 1,8 Mio. Euro bringen.
FORMAT: "Kein müder Cent" von der ÖIAG?
Hinter den Kulissen soll zuletzt allerdings noch dicke Luft geherrscht haben. Denn laut "Format" hatte ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis auf Druck von Finanzminister Karl-Heinz Grasser und ÖIAG-Aufsichtsratschef Alfred Heinzel angekündigt, Struzl solle bei seinem Abgang "keinen müden Cent" kriegen. Struzl selbst hätte darauf hin durchblicken lassen, den bereits für Anfang 2004 in Aussicht gestellten Rückzug noch einmal zu revidieren.
Im Gegensatz zu voestalpine-Großaktionär Ludwig Scharinger, dem Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ), und dem Industriellen Hannes Androsch, die sich beide in der Öffentlichkeit für einen Verbleib Struzls wegen dessen Management-Qualitäten ausgesprochen haben, hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) zuletzt deutlich gemacht: "Struzl muss gehen." Nach der Insider-Affäre wäre ein Verbleib das falsche Signal für den Kapitalmarkt. (apa/red)
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