Sonntag, 5. Oktober 2003

Bundesliga: Ivanschitz führte Rapid mit Glanzleistungen an die Spitze

  • Ivanschitz: "Bleibe mit beiden Beinen auf dem Boden"
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Sein Name ist untrennbar mit dem derzeitigen Höhenflug des österreichischen Fußball-Rekordmeisters SK Rapid verbunden. Andreas Ivanschitz (19) ist mit regelmäßigen Top-Leistungen maßgeblich daran beteiligt, dass die Hütteldorfer nach zwölf Runden sieben Punkte vor dem weit höher eingeschätzten Erzrivalen Austria die Tabelle anführen.

Ein Höhenflug, der so nicht abzusehen war. Auch nicht für Ivanschitz. "Ich kann mir das eigentlich auch nicht erklären. Wir sind einfach erfolgshungrig und versuchen uns im Training immer mehr zu verbessern. Außerdem hat uns der Trainer sehr gut im Griff, und mit dieser Euphorie und diesen Fans im Rücken fällt das Fußballspielen auch leichter", erklärte der Mittelfeldspieler, der seine Elf auch am Samstag mit einer überragenden Darbietung und dem Siegestreffer in der 89. Minute zu einem 1:0 gegen Salzburg geführt hat.

Ivanschitz ist vielseitig
Rapid hat sich auch von Personalsorgen nicht bremsen lassen. Ivanschitz erwies sich dabei als vielseitig, rückte durch die Verletzung von Kapitän Steffen Hofmann gegen Salzburg ins Zentrum und bot auch dort eine Glanzleistung. Ob links im Mittelfeld oder in der Mitte ist für ihn weniger Thema. "Ich habe kein Problem damit, auf der linken Seite zu spielen. Aber ich habe schon in den verschieden Jugendmannschaften immer im zentralen Mittelfeld gespielt und fühle mich dort sehr wohl, weil ich mich noch mehr nach vorne orientieren kann."

Kontinuierlich weiterarbeiten
Trotz der Erfolgsserie von Grün-Weiß unter seiner tatkräftigen Mitwirkung übt sich der Burgenländer, der am 15. Oktober erst 20 Jahre wird, ganz nach dem Vorbild seines Trainers Josef Hickersberger im Tiefstapeln. Auch mit sieben Punkten Vorsprung nach einem Meisterschafts-Drittel ist von Titelkandidat noch keine Rede. "Wir sind Realisten, aber träumen dürfen wir. Vorerst denken wir von Spiel zu Spiel und werden kontinuierlich weiterarbeiten", sagt der Aufsteiger der Saison.

"Stehe mit beiden Beinen auf dem Boden"
Da passt ins Bild, dass er trotz der aktuellen Euphorie derzeit keine Spekulationen über ein Engagement im Ausland aufkommen lässt. "Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden und weiß, dass ich mich noch verbessern muss. Selbstverständlich ist ein Wechsel zu einem ausländischen Klub ein Traum von mir, aber bei diesem Verein müssten die Perspektiven passen. Derzeit fühle ich mich bei Rapid aber sehr wohl", so Ivanschitz, der im August seinen ursprünglich bis 2005 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2007 verlängert hat.

Ivanschitz will die Tschechen ärgern
International beweisen kann er sich schon im EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien und in Duellen gegen Stars wie Nedved, Galasek oder Smicer. Ivanschitz: "Vom Papier her ist es ein Spiel, in dem es um nichts geht. Für mich aber schon, denn ich möchte mich auf internationaler Ebene präsentieren. Ich bin überzeugt, dass wir die Tschechen ärgern werden."

(APA/red)

5.10.2003 13:30