Montag, 29. September 2003

Italiens Presse feiert Ferraris Star: Schumacher steht vor 6. WM-Titel!

  • Räikkönen nur noch mit minimaler Chance auf WM-Triumph
  • PLUS: Die Bilder und die Pressestimmen!

"Schumi wie ein Gedicht" und "Schumacher auf dem Weg zur Legende". So überschwänglich feierte die italienische Presse den deutschen Ferrari-Star nach seinem Sieg in Indianapolis. Im letzten Saisonrennen in Suzuka hat Verfolger Kimi Räikkönen zwar noch eine Mini-Chance, den Titelverteidiger vom Thron zu stoßen, doch in Italien ist man vom sechsten WM-Titel Schumachers fest überzeugt.

Schumacher gab sich trotz aller Freude über seinen Triumph zurückhaltend. "Vorbei ist es noch nicht. Solange man rechnerisch nicht Weltmeister ist, ist das Rennen offen", wollte er nach seinem Husarenstreich vor 150.000 Zuschauern auf dem "Indianapolis Motorspeedway" vom Gewinn seiner sechsten Formel-1-Weltmeisterschaft noch nichts hören.

Im Ferrari-Heimatland Italien glaubt aber niemand ernsthaft, dass sich "Schumi" den Titel noch abjagen lässt. Ferrari-Chef Luca de Montezemolo meint: "Das ist das Ergebnis von einem außergewöhnlichen Auto mit einem außergewöhnlichen Fahrer."

"Schumi wie ein Gedicht"
Die italienische Presse begann am Montag mit ihren Lobliedern auf den Deutschen. "Schumi wie ein Gedicht, die WM ist nah", schrieb die "La Gazetta dello Sport". "La Repubblica" sieht Schumacher "auf dem Weg zur Legende". Und "Liberta" meint: "Für Suzuka ist das Fest schon vorbereitet."

Schumacher feierte in Indianapolis seinen 70. Karrieresieg im 192. Grand Prix. In den 15 Saisonrennen hat er sechs Erfolge geschafft und 92 Punkte gesammelt. Räikkönen hat in diesem Jahr in Malaysia seinen ersten und bisher einzigen Formel-1-Erfolg gefeiert und immerhin 83 Zähler eingefahren. Montoya (bisher drei F1-Siege), der 2000 in Indianapolis mit dem Sieg im "Indy 500" den bisher größten Erfolg seiner Karriere feierte, hat mit 82 Punkten indes keine Titelchance mehr. Am Sonntag war der Kolumbianer nach einem "Foul" gegen Schumachers Teamkollegen Rubens Barrichello mit einem "Drive-Through-Penalty" bestraft worden und fiel weit zurück.

BMW enttäuscht
Zudem musste Williams-BMW (144 Punkte) die Führung in der Konstrukteurs-WM an Ferrari (147) abgeben, da Ralf Schumacher wegen eines Missverständnisses mit seinen Ingenieuren nicht früh genug an die Box kam und im Regen mit falschen Reifen von der Strecke rutschte. "Das Ergebnis ist enttäuschend", gestand BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Mercedes hofft auf Mini-Chance
Sein Mercedes-Kollege Norbert Haug war nicht ganz so niedergeschlagen, schließlich bleibt noch die "winzige Minichance" auf den Fahrertitel. "Wir haben aufgeholt", freute er sich und verwies auf die erdrückende Ferrari-Übermacht im Vorjahr. "Wenn wir die Saison in Suzuka mit einem Sieg abschließen, wäre das wunderschön." Falls Schumacher ausfällt, würde das sogar für den Titelgewinn reichen.

(apa/red)

29.9.2003 13:11
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