Boxen: Holyfield von Toney in Las Vegas deklassiert
- K.o.-Niederlage des Ex-Weltmeisters in der neunten Runde
- 3,5 Millionen Dollar Schmerzensgeld für Holyfield

Ex-Weltmeister Evander Holyfield hat in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Boxkampf durch K.o. verloren. Der 40 Jahre alte Schwergewichtler aus Atlanta unterlag im Mandalay Bay Casino von Las Vegas gegen den in die Königsklasse aufgestiegenen Cruisergewichts-Weltmeister James Toney nach 1:42 Minuten in der neunten Runde durch technischen Knockout.
Das Duell war aber kein Titelkampf. Holyfield war vor 7.897 Zuschauern hoffnungslos unterlegen und nur noch ein Schatten seiner selbst. Er ging nach einem Körpertreffer des um sieben Zentimeter kleineren Gegners, der schon Weltmeister im Mittel- und Supermittelgewicht war, zu Boden. Während der Ringrichter den "Heiligen Krieger" anzählte, kam aus dessen Ecke das weiße Handtuch als Zeichen der Aufgabe. "Vier Boxer habe ich im Ring sterben gesehen, ich wollte das nicht noch einmal erleben", begründete Holyfields Coach Don Turner die Entscheidung
Holyfield, der eine Garantiebörse von 3,5 Millionen Dollar kassierte, will seine Karriere trotz der siebenten Niederlage im 47. Profikampf nicht beenden. Und das, obwohl er in zwei Wochen 41 Jahre alt wird. "Nach solch einer Nacht wäre es das Einfachste, alles hinzuschmeißen. Aber ein Krieger ist ein Mensch, der nicht aufgibt", sagte Holyfield nach dem Kampf. Er gab aber zu: "Toney war heute einfach schneller und der bessere Boxer. Er hat das getan was ich tun wollte."
Dem sechs Jahre jüngeren Toney (67 Siege/4 Niederlagen/2 Unentschieden) wurden 1,5 Millionen Dollar gezahlt. Der in Los Angeles lebende Profi hofft nun, an das große Geld im Schwergewicht zu kommen.
(apa)
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