Bewerbung: Salzburg hält Interesse an Olympia aufrecht

Stadt und Land Salzburg lassen nach der ersten Absage offen ob sie sich für die Olympischen Winterspiele 2014 oder 2018 bewerben werden. Ein grundsätzliches Interesse an einer Bewerbung ist noch aufrecht, sagte der Salzburger Landeshauptmann Schausberger heute. Eine neue Gesellschaft soll das angesammelte Know How bewahren und anwenden.
Damit das durch die Bewerbung angesammelte Know How nicht verloren geht, werden Stadt und Land eine gemeinsame Gesellschaft gründen, die sich um Sportgroßveranstaltungen und Events kümmern soll. Man wolle mit dieser Gesellschaft die Sportkompetenz Salzburgs international präsentieren und im Fall des Falles schnell wieder eine Bewerbung vorbereiten können. Die neue Gesellschaft soll über ein Jahresbudget von rund 400.000 Euro verfügen und schlanke Strukturen haben. Es gehe auch darum, die bei der Bewerbung entstandene Begeisterung weiterzutragen.
Derzeit sei nicht erkennbar, wann Salzburg die besten Chancen habe, begründete Schausberger, warum man zwar ein grundsätzliches Bekenntnis zu einer erneuten Bewerbung abgebe, aber nichts zum Zeitpunkt sage. Man müsse beobachten, wie sich die Vergabe der Sommerspiele 2012 entwickelt und wie es mit der Bewerbung Koreas weitergehe. "Der Zeitpunkt für eine Entscheidung ist noch nicht reif", meinte der Landeshauptmann. Wenn das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) sage, dass eine Entscheidung notwendig sei, werde Salzburg diese treffen.
Das ÖOC fordere derzeit keine Entscheidung, erklärte auch Präsident Leo Wallner. "Wir müssen schauen, dass wir den günstigsten Wind abwarten", sagte Wallner. Bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2010, für die Vancouver am 2. Juli dieses Jahres den Zuschlag erhalten hat, habe "geopolitisch der Wind anders geblasen". Die Weltpolitik habe bei dieser Entscheidung für Vancouver eine große Rolle gespielt, begründete Wallner.
(apa)
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