Dienstag, 30. September 2003

Generali Ladies: Top-Star Henin kommt nach Linz

  • Hinter Serena Williams steht aber noch ein Fragezeichen
  • Hochkarätiges Turnier in neuer Intersport-Arena

Das mit 585.000 Dollar dotierte Generali Ladies Linz (20. bis 26. Oktober) wird heuer einige Neuerungen bringen: Ein neuer Spielort, ein neuer Vertrag mit dem Hauptsponsor bis 2004 und ein neuer WTA-Slogan, der die Bedeutung der Frauen im Tennis untermauern soll. Nicht neu ist hingegen die erstklassige Besetzung des Turniers, bei dem heuer die erfolgreichste Spielerin des Jahres und Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne antritt. Hinter dam Antreten von Serena Williams steht allerdings noch ein großes Fragezeichen.

Mit aktuell elf Spielerinnen aus den Top 20 und einem Cut-off von 44 für den Hauptbewerb darf sich das größte Damenturnier Österreichs durchaus mit der CA-Trophy der Herren vergleichen, die den exakt gleichen Cut-off hat. Henin-Hardenne ist die klare Nummer eins des Turniers, die Belgierin hat heuer neben den French- und den US Open noch fünf weitere Titel gewonnen.

Rätselraten um Serena Williams
Hinter dem zweiten ganz großen Namen steht freilich noch ein ebenso großes Fragezeichen: Serena Williams hat zwar für das Turnier genannt, ob sie aber nach dem tragischen Tod ihrer älteren Schwester die Reise nach Europa antritt, ist derzeit ungewiss. "Bei den Williams herrscht derzeit Funkstille. Aber ihre Schwester Venus hat für Zürich und Filderstadt genannt und auch noch nicht abgesagt. Und ich denke, dass Serena vor dem Masters noch Turniere braucht", spekulierte die Turnierdirektorin Sandra Reichel am Montagabend in Wien. Für Filderstadt hat Venus Williams allerdings unterdessen abgesagt. Offizielle Begründung: Bauchmuskelzerrung.

Russlands Shooting Star Petrowa kommt
Mit zwei Russinnen, der frisch gebackenen Leipzig-Siegerin Anastasia Myskina sowie Nadja Petrowa, habe man aber zwei sehr starke weitere Spielerinnen, versichert Reichel. "Ich sehe noch gute Chancen, mich für das Masters zu qualifizieren. Daher werde ich in Linz alles geben", meinte Myskina via Video-Grußbotschaft an die Journalistenschar. Und mit Petrowa, so Reichel, habe man eine der Aufsteigerinnen des Jahres verpflichtet.

Capriati nach Linz?
Doch damit nicht genug. Die Veranstalter verhandeln auch noch mit Jennifer Capriati und Amelie Mauresmo über ein Antreten, zumindest eine Wild Card sollte also noch an einen internationalen Star gehen. Eine "Freikarte" geht auf jeden Fall an Barbara Schett.

Neue Arena, neuer Slogan
In der neuen Intersport-Arena werden zwei Plätze nebeneinander aufgebaut. "Nur in Tokio sind die Plätze so knapp beinander", verkündet die Turnierdirektorin nicht ohne Stolz.

"Some things need a woman's touch" ("Manche Dinge brauchen eben weiblichen Einschlag") ist der neue Slogan der WTA. Dieser soll die Bedeutung der Frauen in diesem Sport untermauern. In neuen TV-Spots bewirbt die WTA ihre Spielerinnen, die nicht nur mit ihrer femininen Seite, sondern auch dank Power, Härte und Ausdauer bei den Fans punkten.

(apa/red)

30.9.2003 09:55