Irak-Krieg: Neue Aufbauschungsvorwürfe gegen Blair
- Blair gab vor Krieg angeblich zu, dass Irak keine Waffen besitze
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·E-Mail beweist:
Blair-Berater ließ Irak-Papier ändern!
·Kelly-Affäre
Für Hoon wird es jetzt eng!
Der britische Premier Blair hat die Öffentlichkeit seinem früheren Außenministers Cook zufolge bewusst über die Gefährlichkeit Saddam Husseins getäuscht. Blair habe zwei Wochen vor Beginn des Irak-Kriegs in einem privaten Gespräch zugegeben, dass Saddam keine Massenvernichtungswaffen besitze, die innerhalb kurzer Zeit gefechtsbereit seien, schrieb Cook in der "Sunday Times".
Downing Street wies die Behauptungen als "absurd" zurück. Cook, der aus Protest gegen den Krieg als Labour-Fraktionsvorsitzender im Unterhaus zurückgetreten war, veröffentlich seine Memoiren in der "Sunday Times" anhand von Tagebuchaufzeichnungen. In dem betreffenden Gespräch mit Blair habe dieser eingeräumt, Saddam habe keine Waffen, die eine "reale und aktuelle Gefahr" darstellten. In einem Dossier über die Gefahren des Iraks, der auf Geheimdienstinformationen beruhte, hatte die Regierung aber genau dies behauptet.
Ein Downing Street-Sprecher wies die Anschuldigungen zurück: "Der Gedanke ist absurd, dass der Premierminister jemals sagte, Saddam Hussein habe keine Massenvernichtungswaffen." Weiter sagte er: "Seine Ansichten sind immer dieselben gewesen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch privat, wie seine Kabinettskollegen wissen."
Cook schrieb weiter, er habe am 20. Februar, einen Monat vor Kriegsbeginn, mit John Scarlett gesprochen, dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses, in dem die Chefs der britischen Geheimdienste versammelt sind. Nach einem detaillierten Informationsaustausch habe ihm Scarlett beigepflichtet, dass der irakische Diktator möglicherweise keine Massenvernichtungswaffen besitze, die in großem Umfang gegen zivile Ziele eingesetzt werden könnten. (APA/red)
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