UN-Entwurf zum Irak: Chirac enttäuscht von neuer US-Resolution
- UNO solle im Irak mehr Macht erhalten
- Schröder wirbt bei arabischen Staaten um Unterstützung
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Frankreichs Präsident Chirac sieht nach eigenen Angaben kaum Fortschritte bei dem Streit um eine UNO-Resolution zum Wiederaufbau des Irak. Der jüngste Entwurf der USA sei eine Enttäuschung, sagte Chirac am Samstag in Rom während des EU-Gipfels: "Ich werde Ihnen nicht verheimlichen, dass er uns eher enttäuscht hat. Es gibt kaum Fortschritte."
Frankreich sei bereit, die Diskussionen "offen" und "konstruktiv" weiterzuführen, vor allem mit Deutschland und Russland, bekräftigte Chirac und fügte an, dass Frankreich eine rasche Übergabe der Regierungsverantwortung an das irakische Volk befürworte. Die UNO sollte in diesem Prozess eine "wesentliche Rolle" spielen.
Die USA streben wegen der anhaltenden Verluste unter den US- und britischen Soldaten im Irak sowie der hohen finanziellen Belastung eine Beteiligung anderer Staaten am Wiederaufbau an. Ein US- Resolutionsentwurf dazu wurde bereits von UNO-Generalsekretär Annan und Russlands Präsident Putin kritisiert. Sie fordern eine größere Machtfülle für die Vereinten Nationen (UNO). Frankreich gehörte wie Deutschland zu den Hauptkritikern des Irak-Kriegs.
Der deutsche Bundeskanzler Schröder hat indes vor Beginn seiner Reise in drei arabische Staaten für den Aufbau eines gemeinsamen Irak-Fonds von Vereinten Nationen und Weltbank geworben. "Dies wäre ein weiterer wichtiger Schritt, um die zum Wiederaufbau notwendigen Mittel bereitzustellen", sagte er in einem Interview mit der Kairoer Tageszeitung "Al-Ahram".
(apa)
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