Streit um Kommissare: Schüssel-Kritik an Fischer
- Ton des deutschen Außenministers käme "nicht gut an"
Klein gegen Groß - so wird derzeit in der EU um die künftige Zusammensetzung der Kommission gestritten. Und als Speerspitze der kleinen Unions-Staaten sieht sich Österreich, allen voran Bundeskanzler Schüssel und Außenministerin Ferrero-Waldner (beide VP). Ersterer übte nun heftige Kritik am Ton des deutschen Außenministers Joschka Fischer. Diese käme "nicht gut an".
Schüssel im ZDF: "Dieser Ton kommt nicht gut an. Denn eine Regierungskonferenz, die einfach abnickt, was andere, die eigentlich etwas vorbereiten sollten, aber nicht entscheidungsbefugt sind, ausgearbeitet haben, das wird es nicht geben. Daher: Wir nehmen die Regierungskonferenz sehr ernst. Wir werden auch ganz intensiv daran arbeiten, dass die Themen, die uns wichtig sind, besprochen werden."
Österreich fordert unter anderem für jeden Mitgliedstaat der Europäischen Union einen eigenen, stimmberechtigten Kommissar in Brüssel. Gemeinsam mit anderen kleineren Mitgliedstaaten fühlt sich Österreich in dem EU-Verfassungsentwurf von Valery Giscard D'Estaing nicht ausreichend repräsentiert. Sie fordern deshalb Nachbesserungen. Die meisten großen Staaten halten diese nicht für nötig. (APA/red)
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