Freitag, 3. Oktober 2003

EU-Verteidigungsminister beraten über neue Balkan-Mission

  • Stabilisierung Mazedoniens soll vorbereitet werden

Die EU-Verteidigungsminister haben den zweiten und letzten Tag ihrer Ratssitzung in Rom am Samstag mit Beratungen über die EU-Einsätze auf dem Balkan begonnen. Die Minister wollten eine neue Mission zur Stabilisierung Mazedoniens vorbereiten. Von Dezember an will die EU 200 Polizisten dorthin entsenden.

An der zweiten Arbeitssitzung nahm auch der deutsche Verteidigungsminister Struck teil, der wegen der Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit erst am Freitagabend nach Rom gereist war.

Im Streit der EU-Staaten über Planung und Ausführung eigener militärischer Einsätze ohne die NATO hatte sich am Freitag eine Einigung abgezeichnet. Es gebe ein "breites Einvernehmen über die Notwendigkeit, die EU auch für Operationen ohne Rückgriff auf die NATO handlungsfähig zu machen", sagte der Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Walter Kolbow. NATO-Generalsekretär Robertson zeigte sich nach dem ersten Sitzungstag überzeugt, dass künftige EU-Institutionen nicht in Konkurrenz zu dem Militärbündnis stehen werden. (APA)

3.10.2003 08:49