Arafat verurteilt Wall als "Mauer des Rassismus"
- Anlage "zerstöre und sabotiere Friedensprozess"
·Grünes Licht
Israel baut seinen Sperrwall weiter
Der palästinensische Präsident Arafat hat die umstrittene israelische Sperranlage zum Westjordanland als "Mauer des Rassismus" scharf verurteilt. Die Anlage "zerstöre und sabotiere den Friedensprozess", sagte Arafat am Donnerstag an seinem Amtssitz in Ramallah im Westjordanland.
Am Vortag hatte die israelische Regierung den Bau eines weiteren, 45 Kilometer langen Abschnitts der Sperranlage beschlossen. Der Sperrwall soll palästinensische Selbstmordattentäter daran hindern, nach Israel einzudringen. Die Palästinenser werfen der israelischen Regierung vor, mit der Anlage auf palästinensisches Gebiet vorzudringen und damit vollendete Tatsachen für die Grenze eines künftigen Palästinenserstaates zu schaffen.
Israel hält aber nicht nur am Ausbau der Mauer fest sondern will auch neue Wohnungen für jüdische Siedler in den besetzten Gebieten errichten. 530 Wohnungen sollen gebaut werden. Damit wurden zuletzt 1.300 Wohnungen für insgesamt 5.000 Siedler ausgeschrieben.
Bei mehreren Razzien im Westjordanland haben israelische Soldaten unterdessen bis zu 20 mutmaßliche militante Palästinenser festgenommen. Die meisten der Festgenommenen sollen Mitglieder der Hamas-Bewegung sein. In der Nähe der Stadt Nablus entdeckten Soldaten außerdem ein mit Sprengstoff beladenes Auto, das offenbar für einen Bombenanschlag in Israel bestimmt war. (APA)
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