Donnerstag, 2. Oktober 2003

Alternativ-Nobelpreis: Neuseelands Ex-Premier geehrt

  • Preise auch für Philippinische Menschenrechtler, südkoreanische Initiative und ägyptische Firma

Der neuseeländische Ex-Premierminister David Lange erhält einen der "Alternativen Nobelpreise" dieses Jahres. Wie die Jury in Stockholm am Donnerstag weiter mitteilte, gehen die anderen drei Auszeichnungen an zwei philippinische Menschenrechtler, eine südkoreanische Initiative zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und ein ethisch orientiertes ägyptisches Unternehmen.

David Lange wird für seinen "beharrlichen Kampf über viele Jahre für eine von Atomwaffen freie Welt ausgezeichnet". Lange erhält den nicht dotierten Ehrenpreis der "Stiftung für richtiges Leben".

Die anderen drei Preise gehen an Preisträger von den Philippinen, aus Südkorea sowie Ägypten. Die philippinischen Menschenrechtler Walden Bello und Nicanor Perlas werden für ihren Einsatz als Globalisierungskritiker ausgezeichnet. Aus Südkorea wird die "Bürgerkoalition für wirtschaftliche Gerechtigkeit" geehrt, die neben neben dem Kampf um soziale Gerechtigkeit auch für die Versöhnung mit Nordkorea arbeitet. Das ägyptische Agrar-Unternehmen SEKEM und sein Gründer Ibrahim Abouleish erhalten einen Alternativen Nobelpreis für die Ausbreitung biodynamischer Anbaumethoden.

Die Alternativen Nobelpreise werden seit 1980 nach einer Stiftung des Deutsch-Schweden Jakob von Uexküll für Leistungen beim Umweltschutz, der Friedenssicherung und der Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit vergeben. Die Preise sind mit zusammen umgerechnet rund 220.000 Euro dotiert.

(apa)

2.10.2003 10:54