Mittwoch, 1. Oktober 2003

Arnie-Konkurrentin: Arianna Huffington zieht Kandidatur in Kalifornien zurück

  • Unabhängige lag bei jüngster Umfrage bei zwei Prozent
  • Will nun Schwarzenegger verhindern

Arianna Huffington, Griechin, Millionärin, Autorin und parteilose Gegnerin von Arnold Schwarzenegger in der kalifornischen Gouverneurswahl, gibt auf. Sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen, als ihr eine Gallup-Umfrage nur noch zwei Prozent Unterstützung bescheinigte. Die letzten Tage bis zur Wahl will sie allerdings noch nutzen: Um Arnies Sieg zu verhindern!

Huffingtons Anti-Arnie-Mittel: Sie will jetzt gegen die Abberufung des amtierenden Gouverneurs werben. Nur so könne "Gouverneur Schwarzenegger" vereitelt werden. Der Austro-Amerikaner liegt laut Umfrage mit 40 Prozent in Führung.

Die ehemalige Republikanerin Huffington vertritt heute liberale und soziale Positionen, so prangert die Autorin und Kolumnistin etwa die mangelnde Krankenversicherung für alle und die Diskriminierung illegaler Einwanderer an. Bei der TV-Diskussion der Kandidaten warf sie Schwarzenegger sein angeblich schlechtes Verhalten gegenüber Frauen vor, was diesen zu der Bemerkung veranlasste, er habe die perfekte Rolle für sie in "Terminator 4".

Huffington beschwerte sich nach der Sendung über diese Äußerung: Im Film "Terminator 3" steckt Schwarzenegger im Kampf mit der Terminatrix deren Kopf in eine Toilette. (Anm.: Die Terminatrix ist ein gefährlicher Kampfroboter, der sich der äußeren Gestalt einer Frau bedient.)

Huffington auch Ausländerin
Huffington, vor 53 Jahren als Arianna Stasinopoulos in Athen geboren, ist die geschiedene Frau von Michael Huffington, früherer republikanischer Kongressabgeordneter und Sohn des ehemaligen US-Botschafters in Österreich, Roy Michael Huffington. Das Paar hat zwei Kinder. Die Huffington-Familie gilt als millionenschwer.

Tiefschlag: Ex-Mann für Arnie
Ariannas geschiedener Mann unterstützt im laufenden Wahlkampf Schwarzenegger. Huffington habe im vergangenen Jahr nur 700 Dollar Steuern gezahlt, wurde ihr von Schwarzeneggers Team vorgeworfen. Die Bestseller-Autorin und Kolumnistin wies die Vorwürfe zurück. In einem Wahlkampfspot kritisierte sie Schwarzeneggers legendären "Hummer", einen schweren Geländewagen, wegen seines hohen Benzinverbrauchs als umweltverpestend.
(apa, red)

1.10.2003 09:40