Dienstag, 30. September 2003

Atomprogramm: Nordkorea will keine weiteren Gespräche mit USA

  • "USA streben keine friedliche Koexistenz an"

Nordkorea ist nach offiziellen Angaben nicht an weiteren Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm interessiert. "Wir haben das Interesse an Gesprächen oder Erwartungen in die Gespräche verloren, da sich herausgestellt hat, dass die USA keine friedliche Koexistenz anstreben", heißt es in einer Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums.

Die USA wollten "die Sechs-Parteien-Gespräche nur zu unserer völligen Entwaffnung nutzen", heißt es in dem Papier weiter, das die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag verbreitete.

Nordkorea habe niemals zugesagt, an einer weiteren Runde der Sechs-Staaten-Gespräche teilzunehmen, erklärte das Ministerium. Vertreter der USA, Nordkoreas, Südkoreas, Russlands, Chinas und Japans hatten im vergangenen Monat in Peking über das nordkoreanische Atomprogramm beraten.

Der Streit schwelt seit Oktober, als Pjöngjang nach US-Angaben eingeräumt hatte, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Seitdem hat Nordkorea Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) des Landes verwiesen und seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag erklärt.

Nordkorea verlangt vor einer Einstellung seines Atomprogramms die Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts durch die USA. Das lehnt die Regierung in Washington ab. (apa)

30.9.2003 08:34