Lindh-Attentat: Angeblich DNA des Verdächtigen auf Tatwaffe gefunden
- Geständnis! 24-Jähriger schilderte Mutter den Mord!
- Plus: BILDER vom Tatort
·Inhaftiert
Verdächtiger leidet psychisch
·Mordfall Lindh
Ex-Verdächtiger will Schadenersatz
·Lindh-Killer
Bilder: Kamera filmte Verdächtigen!
·Anna Lindh
Freundin schildert die letzten Minuten
·Das Attentat
Lindh in Shopping- Center attackiert
·Chronologie
Politische Morde in Europa seit 1986
Nach offiziell noch nicht bestätigten Medienangaben wurden DNA-Spuren des Hauptverdächtigen im Mordfall Anna Lindh auf der Tatwaffe gefunden! Wie die Zeitung "Expressen" am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, soll die auf dem Jagdmesser gefundene und mikroskopisch kleine Menge DNA identisch mit dem "genetischen Fingerabdruck" des seit einer Woche inhaftierten Mannes sein. Wie am Dienstag bekannt geworden war, soll der 24-Jährige den Mord an der Außenminister seiner Mutter gestanden haben!
Die Polizei ist sicher, dass der jetzt in U-Haft sitzende Mann der Täter ist. Das enthüllt die Boulevardzeitung "Expressen". In allen Einzelheiten! Eine Freundin der geschockte Mutter soll es gewesen sein, die schließlich die Fahnder alarmierte.
Die Polizei schwieg bisher zum Pressebericht.
Der Mordverdächtige, der psychisch krank sein soll, hat nach Angaben seines Anwalts bisher den Mord abgestritten. Laut schwedischen Medienberichten liegen gegen ihn schwerwiegende Indizien, darunter solche auf Grund einer DNA-Analyse vor. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nur noch gegen den 24-Jährigen.
Seitdem bekannt geworden ist, dass der Mord an der schwedischen Außenministerin Anna Lindh offenbar von einem psychisch kranken Mann begangen wurde, ist das psychiatrischen Pflegesystem in Schweden ins Kreuzfeuer der Medien geraten. Der 24-Jährige soll unmittelbar nach dem Mord in einem Krankenhaus um psychologische Hilfe ersucht haben, die ihm angeblich verweigert wurde, weil er den Verantwortlichen nicht ausreichend krank erschien.
Mehr als die Hälfte aller Fälle von Mord und Totschlag werden in Schweden von Menschen begangen, bei denen eine psychische Störung diagnostiziert wurde. Das ergab eine Studie des Karolinska Instituts, die in den Jahren 1998-2000 in ganz Schweden anhand von 324.000 Gewaltverbrechen erstellt wurde. Die Tageszeitung "Dagens Nyheter" berichtete in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf die Studie weiters, dass bei knapp der Hälfte der psychisch gestörten Täter diese Diagnose im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch gestellt wurde.
(apa/red)
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