Samstag, 4. Oktober 2003

Neue Wahlhilfe: Arnie mit Giuliani auf Wahlkampftour

  • Hollywood-Größen mobilisieren jetzt für Konkurrenten Davis
  • Plus: Arnies Gattin hält trotz Grapsch-Affäre zu ihm

Mit Hilfe des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudolph Giuliani hat der Gouverneurs-Kandidat Arnold Schwarzenegger am Freitag seine dritte Wahlveranstaltung in Kalifornien absolviert. Der Jubel am Marktplatz der Kleinstadt Bakersfield im kalifornischen Central Valley galt zunächst Giuliani, der nach den Terroranschlägen vom 11. September von vielen Amerikanern als "Volksheld" empfunden wird.

Giuliani versicherte Schwarzenegger seine volle Unterstützung bei seinem Plan, Kalifornien wieder groß zu machen. Von einem jubelnden Kinderchor und "Arnold, Arnold" Rufen des Publikums wurde dann Schwarzeneggers Auftritt begleitet, das Medieninteresse amerikanischer und ausländischer Journalisten war ungebrochen groß.

Kalifornien müsse wieder seinen früheren Glanz bekommen, rief Schwarzenegger in die Menge. Der republikanische Kandidat wiederholte einige seiner Wahlslogans: Er werde die Unternehmen entlasten, die Erhöhung der Auto-Steuer "terminieren" und keinen Führerschein für illegale Einwanderer zulassen.

Anhänger & Kritiker
Neben den zahlreichen Anhängern, die begeistert "Join Arnold"- Transparente schwenkten, waren auch einige Gegner der Recall-Wahlen nach Bakersfield gekommen. Auch vereinzelte Proteste wegen Schwarzeneggers laut einem Medienbericht angeblicher Hitler- Bewunderung wurden laut.

Zwei Protestierende waren in ein Huhn-Kostüm geschlüpft - als Anspielung, dass Schwarzenegger wie ein "feiges Huhn" keine Debatte mit dem amtierenden Gouverneur, dem Demokraten Gray Davis gewagt habe. Davis wurde übrigens von dutzenden Hollywood-Größen (u.a. Barbra Streisand, Pierce Brosnan) in einer ganzseitigen Anzeige im Fachblatt "Variety" Unterstützung ausgesprochen. (apa)

4.10.2003 07:51