Donnerstag, 2. Oktober 2003

Schwarz-Grün in OÖ? Gusenbauer bleibt "gelassen"

  • SPÖ-Chef will "zentrale Rolle" für Rote nach Wahl-Sieg
  • Pühringer, Kukacka und Glawischnig für Schwarz-Grün offen

Schwarz-Grün in Oberösterreich - ein Schreckgespenst für die SPÖ? Mitnichten, erklärte Parteichef Alfred Gusenbauer am Donnerstag. Er sehe die Entwicklung "gelassen". VP-Landeshauptmann Josef Pühringer, StS Helmut Kukacka (VP) und Grünen-Vize Eva Glawischnig sind für ein schwarz-grünes Experiment auf Landesebene jedenfalls offen (siehe Kasten rechts).

Die sich abzeichnende Annäherung zwischen der ÖVP und den Grünen in Oberösterreich betrachte man bei den Sozialdemokraten jedenfalls "mit großem Interesse und mit großer Gelassenheit", erklärte Gusenbauer in Eisenstadt. Die SPÖ habe bei der Landtagswahl "ein sensationelles Ergebnis" erzielt.

Wenn die zwei anderen Parteien in Oberösterreich versuchen sollten, die Sozialdemokraten von einer stärkeren Mitverantwortung für das Land auszuschließen, müssten sich beide vorwerfen lassen, gegen den Wählerwillen zu handeln, so Gusenbauer auf eine Journalistenfrage.

"Ich glaube, dass die Zukunft Oberösterreichs nur dann eine gute ist, wenn die Sozialdemokraten in Oberösterreich eine zentrale Rolle übernehmen", so Gusenbauer. Den Landtagswahlen in Kärnten und in Salzburg sehe die SPÖ mit Optimismus entgegen. (APA/red)

2.10.2003 16:30