Unter Schwarz-Blau blüht Opposition auf: "Haider folgt Haider"
- Turbo gilt auch für rot-grüne Opposition in der Bundespolitik

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Unter Schwarz-Blau blüht die Opposition auf, die Blauen welken dahin! Vor allem die SPÖ profitiert deutlich von den unpopulären Maßnahmen und Streitereien im Kabinett Schüssel II: Die Sozialisten legten bei den drei Landtagswahlen bisher stark zu, in OÖ schafften sie sogar den größten Zuwachs der letzten Landtagswahl-Runde. Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer (OGM) brachte es auf den Punkt: "Haider folgt Haider." Erich H., SP-Wahlsieger in OÖ, dürfte einiges von Jörg H., Kärntens LH, gelernt haben.
Bei der ersten Landtagswahl nach der Bildung der ersten ÖVP-FPÖ-Bundeskoalition im Oktober 2000 in der Steiermark musste die SPÖ - beim damaligen Triumph der VP-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic - noch ein Minus hinnehmen. Im Jahr darauf gelang es der Wiener SPÖ aber bereits, die absolute Mehrheit (in Mandaten) zurückzuerobern.
Die Grünen haben seit dem Jahr 2000 bei allen Wahlen dazugewonnen. Die Neuauflage von Schwarz-Blau öffnete ihnen in den Ländern den Weg auf Platz 3: In Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol sind sie nun drittstärkste Landtagsfraktion.
FPÖ-Minus begann 2000
Seit die FPÖ im Jahr 2000 mit der ÖVP auf Bundesebene die Koalition bildete und Haider den Bundesparteivorsitz an Riess-Passer übergab, setzt es Niederlagen. Den bisher größten Verlust erlitt die Freiheitlichen bei der Nationalratswahl - mit Parteichef Herbert Haupt - im Vorjahr.
Bei den Landtagswahlen werden die Verluste von Wahl zu Wahl größer. Die Verlustserie der FPÖ wurde durch die Wiederauflage der schwarz-blauen Koalition 2003 verstärkt: Seither hat sie bei jeder Wahl zweistellige Einbußen erlitten und ist bei den drei Landtagswahlen hinter die Grünen zurückgefallen. Den größten Einbruch auf Landesebene musste sie bei der Landtagswahl in Oberösterreich mit minus 12,23 Prozentpunkten hinnehmen. (apa/red)
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