Freitag, 3. Oktober 2003

Zivilschutz: Probealarm in Österreich erfolgreich

  • Über 95 Prozent der Sirenen "gaben Laut"!
  • Erfolg im Vorjahr: 5,31 Prozent fielen aus

Der bundesweite Zivilschutz-Probealarm am heutigen Samstag hat das bisher beste Ergebnis gebracht: Mehr als 95 Prozent der 7.853 Sirenen gaben "Laut", im Vorjahr waren nur gut 94 Prozent "bei Stimme". Dies gab der Leiter der zuständigen Abteilung im Innenministerium, Oberstleutnant Gerhard Sulz, bekannt.

"Das ist der absolut beste Wert, der bisher erreicht werden konnte", freute sich der Verantwortliche. "Musterschüler" unter den Bundesländern war das Burgenland - das schlechteste Ergebnis wollte man hingegen nicht publik machen.

Detailergebnisse lagen aus Wien vor, wo nur drei der 161 überprüften Sirenen nicht oder nur mangelhaft ansprachen. 40 Anrufer erkundigten sich bei der zuständigen Magistratsdirektion über den Probealarm und beschwerten sich über zu leise oder zu laute Signale.

Österreich hat nach Angaben von Sulz als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Innenministerium. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland.

Österreich hat mit Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien Katastrophenhilfeabkommen geschlossen. Ein Abkommen mit Kroatien wird in Bälde in Kraft treten, mit Italien und Marokko laufen die Verhandlungen, mit Frankreich, Polen, Algerien, Jordanien und Tunesien werden Vorgespräche geführt, hieß es im Innenministerium.

(apa)

3.10.2003 19:09