Freitag, 3. Oktober 2003

"Langeweile" war Grund für gesprengte Telefonzelle

  • Polizei konnte die vier Täter jetzt ausforschen

Aus "Langeweile" hatten vier Jugendliche in der Nacht auf Freitag eine Telefonzelle in der Nähe der Großfeldsiedlung in Wien-Floridsdorf gesprengt. Jetzt konnte die Polizei die drei 16-jährigen und den 23-jährigen Täter ausforschen. Ihnen blühen saftige Strafen.

Die Jugendlichen wurden auf freiem Fuß angezeigt, der 23-Jährige ist in Haft. Die Ermittler des Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung kamen durch Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur der jungen Männer. Die bisher unbescholtenen Jugendlichen gaben zu, die Bombe zu viert aus Schwarzpulver und diversen Behältern gebastelt zu haben. Gezündet worden sei sie von dem 23-Jährigen, erklärten die Burschen übereinstimmend. Der Beschuldigte streitet das jedoch ab.

Der mutmaßliche Haupttäter stellte sich am Mittwoch in Begleitung seiner Mutter der Polizei, nachdem die Beamten in der Früh vergeblich zu seiner Wohnung gekommen waren. Der junge Mann ist zweifach vorbestraft: nach dem Militärstrafgesetz und wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt. Jetzt wurden alle vier wegen Verdachts der fahrlässigen Gefährdung durch Sprengmittel und schwerer Sachbeschädigung angezeigt. (APA/red)

3.10.2003 07:47