Donnerstag, 2. Oktober 2003

Neuschnee: 25 Zentimeter in Österreichs Alpen

  • Besonder betroffen: Großglockner-Hochalpenstraße
  • PLUS: Die genau Prognose der nächsten Tage im Kasten rechts!

Ein Wetterumschwung in der Nacht auf Sonntag hat in den österreichischen Alpen den vorhergesagten Schneefall vor allem auf höhergelegenen Berg- und Pass-Straßen gebracht. Besonders betroffen waren die Großglockner-Hochalpenstraße zwischen Salzburg und Kärnten und das Timmelsjoch in Tirol.

Wie der ARBÖ am Sonntag berichtete, fielen am Großglockner allein in der vergangenen Nacht zirka 15 Zentimeter Schnee. Am gesamten Wochenende wurden insgesamt 25 Zentimeter Schneezuwachs gemessen.

Durch den dichten Schneefall und die Neuschnee-Mengen konnte die Großglockner-Hochalpenstraße zwischen Heiligenblut und der Passhöhe nicht mehr von der Schneeschicht befreit werden. Daher mussten die Behörden am heutigen Sonntag um 07:35 Uhr Kettenpflicht für alle Fahrzeuge verhängen.

Ein ähnliches Bild bot sich den Autofahrern in den Morgenstunden auch auf der B186 (Ötztal-Bundesstraße). Auch hier mussten alle Fahrzeuglenker, die noch mit Sommerreifen unterwegs waren, zwischen Untergurgl und dem Timmelsjoch Ketten anlegen.

Sollte sich das Wetter bessern, sei mit einer Aufhebung der Kettenpflicht aber bereits in den Vormittagsstunden zu rechnen. Für Montag sind aber weitere Schneefälle, diesmal bis auf 800 Meter herab, angesagt.

Auch in der Schweiz waren in der Nacht dichte Schneefälle verzeichnet worden. Nach Mitteilung der Verkehrsinformation Viasuisse mussten die fünf Pässe Flüela, Grimsel, Großer St. Bernhard, Nufenen und Susten vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden.

Für die kommenden Tage ist laut ORF-Wetterredaktion in Österreich ebenfalls mit winterlichen Bedingungen zu rechnen: Montag, kann die Schneefallgrenze bis auf 800 Meter sinken.

Murenabgang verlegt Straße
Zwischen Bischofshofen und Mühlbach wurde die B 164 von Erdreich und Geröll verschüttet. Zur Zeit des Murenabganges war kein Fahrzeug in diesem Abschnitt unterwegs, berichtete die ÖAMTC-Informationszentrale. Die Aufräumungsarbeiten werden voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Ausweichmöglichkeit bestand nur großräumig, z.B über Lend und Dienten. (APA/red)

2.10.2003 17:24