Grüner Parlamentsklub: Besuch im Flüchtlingslager Traiskirchen
- Aussprache mit SPÖ-Bürgermeister Knotzer
Der Grüne Parlamentsklub hat Donnerstag der Gemeinde Traiskirchen und dem dortigen Flüchtlingslager einen mehrstündigen Besuch abgestattet. Am Beginn stand eine Aussprache mit Bürgermeister Fritz Knotzer von der SPÖ. Anschließend wurden die Unterbringungsstätten unter die Lupe genommen. Das Fazit der Grünen: An den widrigen Zuständen im Flüchtlingslager hat sich im Wesentlichen nichts geändert.
Bei der Aussprache mit Knotzer waren sich die Grün-Abgeordneten einig, dass man darauf schauen müsse, die Flüchtlinge in kleineren Einheiten unterzubringen. Wenig Verständnis brachten die Mandatare dafür auf, dass der Traiskirchner Gemeinderat eine Schließung des Flüchtlingslagers gefordert hat. Knotzer kündigte jedoch an, nichts dagegen zu haben, eines der geplanten Flüchtlingsaufnahmezentren in Traiskirchen zu belassen.
Nach der Unterredung wurden die Grünen dann ins Flüchtlingslager chauffiert. Die Abgeordneten und Journalisten durften jedes Zimmer ihrer Wahl besichtigen. Die Eindrücke waren erschreckend.
So müssen etwa in einem rund 50 Quadratmeter großen Zimmer gleich vier Familien unterkommen. Die Privatsphäre beschränkt sich darauf, die jeweiligen Stockbetten mit Leintüchern voneinander abzutrennen. Versperrt werden können die Zimmer nicht. Auch wenn betont wird, dass das Gebäude zwei Mal täglich desinfiziert wird, strotzen die Gänge vor Schmutz und die Baufälligkeit der Lagergebäude ist unübersehbar.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
