Mittwoch, 1. Oktober 2003

Klestil-Pferde: EU verhindert vorerst noch die Einreise

  • Margot Klestil in NEWS: "Mein Mann ist ein Pferdeflüsterer"
  • Über die Tiere: "Wir empfinden sie als Bereicherung"

In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS spricht Margot Klestil-Löffler, Gattin des amtierenden Bundespräsidenten, erstmals über die ihr, vom saudi-arabischen König überantworteten Tiere - nach momentanem Stand acht Pferde und vier Renndromedare. Vier weitere Tiere warten derweil noch in Saudi Arabien auf den Transport nach Wien. Die EU verhindert diesen jedoch vorerst noch.

Für alle, die ob der neuen tierischen Untermieter der Klestils besorgt sind, ist Entspannung angesagt: Die EU hat, aus seuchenhygienischen Gründen, vorerst den Import weiterer Tiere bescheidmäßig untersagt. Die Klestils müssen also noch ein gutes Jahr auf zwei Pferde und zwei Dromedare warten. Das beruhigt die angespannte Finanzlage von Österreichs fashionabelstem Privatzoo zumindest für ein Jahr.

Klestil-Löffler: "Tiere sind eine Bereicherung"
Frau Klestil-Löffler: "Mein Mann und ich empfinden die Tiere als Bereicherung unseres Lebens und sind den saudischen Geschenkgebern sehr dankbar dafür."

Auch ihr Ehemann, Bundespräsident Thomas Klestil, beteilige sich hingebungsvoll an der Pflege der teilweise kranken Tiere. Frau Klestil-Löffler: "Mein Mann macht das sehr gut und mit großer Freude. Er ist ein echter Pfedeflüsterer. Wenn es geht, besuchen wir sie gemeinsam - die kranken wie die gesunden. Wenn uns die Zeit knapp wird, teilen wir uns die Wege auf."

Sorgen bereite nach wie vor der Gesundheitszustand zweier Pferde. Frau Klestil-Löffler: "Den Tieren geht es Gott sei Dank besser, aber die Krankheiten beider sind sehr langwierig. Mich berühren die Krankheiten der Tiere emotionell sehr, auch meinen Mann."

Auch wenn die Haltung der Tiere teuer wäre, würde, so Frau Klestil-Löffler, "eine Zurückweisung als beleidigend, kränkend und tief verletzend empfunden werden". Dies würde, so die Ehefrau des Präsidenten weiters, "Österreichs Absichten zuwiderlaufen, politisch und wirtschaftlich tragfähige Beziehungen zu einem der reichsten Länder des Nahen Ostens zu pflegen. Auch eine Weitergabe entspricht nicht den Intentionen des Geschenkgebers.

Auch alle rechtlichen Bedenken würden ausgeräumt. Frau Klestil-Löffler: "Der Bundespräsident hat einen Anwalt beauftragt, der die ordnungsgemäße Abwicklung aller rechtlichen und steuerlichen Fragen vornimmt."

Unglücklich zeigt sich Frau Klestil-Löffler über die bisherige mediale Behandlung dieses Themas: "So viel Zynismus und Verachtung brechen einem ja das Herz."

Die ganze Story lesen Sie jetzt in NEWS!

1.10.2003 20:50