Alarmierende Unfallbilanz: Mehr Verkehrstote als 2002
- 429 Tote im 1. Halbjahr 2003: Anstieg um 6,7 Prozent
- Dramatischer Anstieg der Opfer in der Steiermark
·Alk am Steuer
50% sind schon betrunken gefahren
Einen dramatischen Anstieg von 6,7 Prozent bei den Toten auf Österreichs Straßen gab es laut Statistik Austria im ersten Halbjahr 2003. Die geht aus der Verkehrsunfallbilanz hervor, die am Mittwoch präsentiert wurde. Zugenommen haben auch die Alkoholunfälle. Die Zahl der getöteten Kinder ist sogar um 81,8 Prozent von elf auf 20 angewachsen, so Statistik Austria-Generaldirektor Ewald Kutzenberger.
429 Menschen ließen von Jänner bis Juni 2003 ihr Leben auf den heimischen Straßen, 27 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten sank hingegen um 2,4 Prozent auf 25.191. Insgesamt gingen die Unfälle mit Personenschaden um 1,7 Prozent zurück.
Wurden im Ortsgebiet 25 Tote weniger registriert, so waren es auf Freilandstraßen um 52 mehr. Besonders in der Steiermark ereigneten sich viele Unfälle mit mehreren Toten. In diesem Bundesland gab es auch die deutlichste Verschlechterung der Bilanz mit plus 40 Getöteten. "Musterbundesland" ist Vorarlberg mit fünf Verkehrsopfern.
Bei den Alkoholunfällen gab es im Vergleichszeitraum zum Vorjahr einen Zuwachs um 4,9 Prozent. Dabei wurden 1.843 Menschen verletzt (+ 3,9 Prozent) und 30 (-23,1 Prozent) getötet. Die Zahl der Kinderunfälle und der dabei Verletzten bewegte sich mit nur geringen Verschiebungen fast auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Allerdings starben heuer im ersten Halbjahr 20 Kids (+ 81,8 Prozent).
Unverändert hoch sind die Verletztenzahlen der 15 bis 24-Jährigen. Laut Kutzenberger sind markante Anstiege beim "Mopedalter" und beim Führerscheinerwerb zu erkennen. Ein deutliches Anwachsen wurde auch bei Vorfällen mit schweren Lkw (+ 7,0 Prozent) registriert. Die Zahl der Getöteten stieg um 37,5 Prozent auf 66.
(apa)
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