Mittwoch, 1. Oktober 2003

Brandanschlag auf FP-Zentrale in Klagenfurt geklärt

  • Drei junge Männer sind geständig
  • Motiv: Unzufriedenheit mit Politik der FPÖ

Der Anschlag auf die Landesgeschäftsstelle der Kärntner Freiheitlichen in Klagenfurt ist geklärt worden. Wie die Polizei bestätigte, handelte es sich bei den Tätern um drei junge Männer. Das Trio wurde über Weisung des Gerichtes in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Die Tat hat allen Anschein nach politische Hintergründe.

Als mutmaßliche Täter wurden ein 23-jähriger Beschäftigungsloser aus Feldkirchen und ein 17 Jahre alter Schüler aus Klagenfurt ausgeforscht. Sie sind mehrfach vorbestraft und geständig. Der Dritte will nach eigenen Angaben nichts mit der Tat zu tun haben. Er habe die beiden zwar mit einem Pkw an den Tatort gebracht, von dem Anschlag selbst will er aber nichts gewusst haben.

Bei ihrer Einvernahme erklärten der Beschäftigungslose und der Schüler laut Polizeiangaben, sie wollten "eine Aktion gegen die FPÖ setzen, mit deren Politik sie nicht zufrieden seien". Nach eigenen Angaben seien sie zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert gewesen.

Den Tätern wird angelastet, zunächst mit einem schweren Stein versucht zu haben, eine Glasscheibe des Gebäudes zu zerschlagen. Anschließend sollen sie einen Brandsatz gegen die Panzerglasscheibe geschleudert haben.

Die drei jungen Männer werden sich wegen versuchter Brandstiftung vor Gericht verantworten müssen. Ihnen droht eine Haftstrafe von einem bis zu zehn Jahren.

(apa)

1.10.2003 07:50