Dienstag, 30. September 2003

ÖAAB-Obmann: Fritz Neugebauer mit 93,1% gewählt

  • Neugebauer folgt Werner Fasslabend
  • Kanzler Schüssel lobt ÖAAB und neuen Obmann

Fritz Neugebauer ist neuer Chef des ÖAAB. Der Vorsitzende des Beamten-Gewerkschaft erhielt beim Bundestag des Arbeitnehmer-Bunds der ÖVP 93,1 Prozent der Delegiertenstimmen. Neugebauer tritt damit die Nachfolge von Werner Fasslabend an, der den ÖAAB sechseinhalb Jahre lang geführt hatte. Neuer Generalsekretär wird VP-Bildungssprecher Werner Amon.

In seiner Rede vor den Delegierten würdigte Neugebauer Kanzler und Parteichef Wolfgang Schüssel als "Staatsmann", der auch an die nächsten Generationen denke. Gleichzeitig merkte er aber auch kritisch an: Wenn die Politik von den Menschen so weit weg sei, dass die Menschen nicht in der Lage seien zu folgen, "dann haben wir etwas falsch gemacht".

Fasslabend appellierte, die Kritik an der Mutterpartei ÖVP künftig nicht zu stark nach außen zu tragen. Der ÖAAB sei nach dem ÖGB die zweitgrößte Arbeitnehmerorganisation Österreichs, aber auch Teil der Volkspartei, betonte Fasslabend: "Jedem, der nur nach außen schimpft, muss auch klar sein, dass er die Partei und damit auch diese Teilorganisation beschädigt." Er sei immer für ein gewisses Maß an Parteidisziplin eingetreten und habe seine Zunge oft zurückgehalten, "auch wenn manchen eine kritische Äußerung da oder dort abgegangen ist".

Dickes Lob für den ÖAAB und den neuen Obmann Neugebauer kam von Schüssel. Neugebauer habe die Beamtengewerkschaft so erfolgreich geführt, "dass quasi die Anliegen der von dir vertretenen Gruppe mit deinem Namen verbunden sind", meinte Schüssel beim ÖAAB-Bundestag. Er vertraue nun darauf, dass Neugebauer dies "genauso erfolgreich, sensibel auf das Ganze achtend, für den ÖAAB, für die gesamte Gemeinschaft tun wird".

(apa/red)

30.9.2003 16:04