Dienstag, 30. September 2003

"Chance Rot-Weiß-Rot": Neue SPÖ-Kampagne offiziell vorgestellt

  • Startschuss mit "Programm für Österreichs Jugend"

Nach den jüngsten Erfolgen bei den Landtagswahlen in Tirol und Oberösterreich startet die SPÖ nun eine österreichweite Kampagne unter dem Motto "Chance Rot-Weiß-Rot". Dabei will man den Österreichern die Konzepte der SPÖ näher bringen und die Unterschiede zur Regierung aufzeigen. Bundeschef Alfred Gusenbauer und Wiens Bürgermeister Michael Häupl haben am Mittwoch nach dem Bundesparteivorstand - stellvertretend für alle Teilkonzepte - das "Programm für Österreichs Jugend" vorgestellt.

Die Vorschläge wurden in den letzten Wochen und Monaten freilich schon des öfteren präsentiert. Der ÖVP warf Gusenbauer vor, von der Jugend die Einhaltung des Generationenvertrages zu verlangen, ihr aber gleichzeitig "alle Zukunftschancen" zu "zerstören". Er erhob konkrete Forderungen in den Bereiche Bildung, Lehrlinge, Kinderbetreuung und Pensionen. Gusenbauer wird im Oktober durch alle Bundesländer touren und die Konzepte der SPÖ präsentieren.

Für die Unis müssten etwa sofort 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, um einen "Bildungskollaps" zu verhindern. Im Schulbereich sprach sich der Parteichef für die Umwandlung von 25 Prozent aller Schulen in Ganztagschulen. Dadurch würden sich die Chancen für jeden einzelnen verbessern, gleichzeitig werde aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Kind erleichtert.

Die Lehrlings-Problematik will die SPÖ durch die Übernahme des Vorarlberger "Lehrlingsfonds-Konzeptes" bewältigen, das schon im letzten Wahlkampf gefordert wurde. Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, müssen demnach in einen Fonds einzahlen, mit dem ausbildende Unternehmen unterstützt werden. Außerdem gebe es 1.000 freie Lehrstellen, die es zu vermitteln gelte, meinte Gusenbauer.

(apa/red)

30.9.2003 12:28