Montag: Startschuss für die Metaller-Herbstlohnrunde
- Nürnberger übergab den Arbeitgebern die neuen Forderungen
- Gemeinsames Entgeltschema Arbeitgeber und Arbeitnehmer?
Am Montag sind 180.000 Metallarbeiter und Industrie-Angestellte in die Herbstlohnrunde gestartet. Rudolf Nürnberger, Metaller-Chef, und Karl Proyer, GPA-Gewerkschafter, haben am frühen Nachmittag ein Forderungspaket an die Arbeitgebervertreter, Hermann Haslauer und Christoph Hinteregger, überreicht.
Prozentuelle Erhöhungen werden zu diesem frühen Zeitpunkt traditionell noch nicht genannt. Im Anschluss an die Übergabe finden stets Wirtschaftsgespräche zur aktuellen Konjunkturlage statt.
Verhandlungen ab 10. Oktober
Die ersten Verhandlungen laufen am 10. und am 20. Oktober. Die Metallerrunde hat traditionell Signalwirkung für die folgenden Branchen-Abschlüsse.
Lebensstandard sichern
Im Vordergrund der Verhandlungen steht für die Gewerkschaft die Einkommenssicherung und die Stärkung der Inlandsnachfrage. "Das wird eine Lohnrunde wie immer, die das Ziel hat, den Lebensstandard der Beschäftigten abzusichern. Gerade in einer Zeit der wirtschaftlichen Stagnation sei "ein kräftiger Impuls für die Stärkung der Binnennachfrage aus gesamtwirtschaftlicher Sicht enorm wichtig".
Basis für die Forderungen der Arbeitnehmer sind Inflation und Wirtschaftswachstum. Die Entwicklung eines gemeinsamen Entgeltschemas dürfte nach jahrelangen Sozialpartner-Verhandlungen heuer vor der Finalisierung stehen.
2002
Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner nach langen schwierigen Verhandlungen per 1. November auf eine Erhöhung der Ist-Löhne um 2,2 Prozent und der Mindestlöhne um 2,3 Prozent. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 110 Euro vereinbart. (APA/red)
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