Mittwoch, 24. September 2003

Verbund bestätigt Interesse an knapper EStAG-Hälfte

  • Keine klare Aussage zu möglichen Kartellproblemen
  • APC-Anteil soll wie geplant bis Dezember veräußert werden, Käufer soll Steirern Vorkaufsrecht abgelten

Verbund-Generaldirektor Hans Haider bestätigte bei einem Energiesymposion des Verbund in Fuschl (Salzburg) das Interesse des heimischen Stromkonzerns an knapp der Hälfte der Energie Steiermark Holding AG (EStAG). Auf mögliche wettbewerbsrechtliche Probleme wollte Haider nicht näher eingehen.

Und das, obwohl der Verbund bereits seinen 55-Prozent-Anteil an der Großkundengesellschaft APC nach den Auflagen der EU-Kommission für die Austro-Stromehe mit den EnergieAllianz-Partnern zwar abgeben muss, aber nicht an die EStAG verkaufen darf, obwohl diese das Vorkaufsrecht auf dieses Paket besitzt.

Nachdem sich Steiermarks Landesrat Herbert Paierl bereits positiv dazu geäußert habe, bis zu 24,8 der insgesamt 74,9 Prozent des Landes an der EStAG abzugeben, seien "nun die Franzosen am Wort", ob und unter welchen Bedingungen sie sich von ihrer 25,01-Prozent-Sperrminorität trennen wollen, gab Haider zu verstehen. Wie diese Sache medial bekannt werden konnte, versteht der Verbund-Chef nicht: "Das muss aus der Steiermark kommen."

Paierl hat jedenfalls im Landeshaushalt 2003 schon einen Erlös von 183 Mio. Euro für die zweite EStAG-Tranche budgetiert. Die EdF hat 1997 für 25,01 Prozent 407 Mio. Euro gezahlt, also mehr als das Doppelte.
(apa, red)

24.9.2003 15:08