Nach Kritik: Treibstoffpreise kommen ins Rutschen
- Benzin und Diesel um durchschnittlich 2 bis 3 Cent billiger
- Sprit zu teuer: Arbeiterkammer forderte Preissenkung
Die Proteste der Arbeiterkammer und der Autofahrer-Clubs haben offenbar gewirkt: Die Treibstoffpreise kommen österreichweit - ausgenommen die Höchstpreistankstellen auf Autobahnen - ins Rutschen. Im Laufe des Montags wurden Benzin und Diesel um durchschnittlich 2 bis 3 Cent billiger, ergab eine Markterhebung des ARBÖ.
Sowohl Markenfirmen wie BP, OMV oder Shell als auch Diskontketten wie Jet bestätigen, ihre Preise zum 2 bis 3 Cent nach unten korrigiert zu haben. Vereinzelt wurden noch höhere Preissenkungen von 5 bis 6 - etwa im Burgenland - realisiert.
Gesenkt wurden nicht die Richtpreise (=Höchstpreise), sondern die sogenannten Tiefstpreise an den Zapfsäulen. Bei BP wurde als Grund für die Verbilligung die Marktsituation angeführt, aber von Seiten der Produktenpreise in Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ARA) hätte es einen Spielraum gegeben.
Der ARBÖ hatte vor dem Wochenende eine Senkung der Treibstoffpreise mit dem Argument gefordert: Die Brentpreise sanken zwischen 28. August und 18. September um 15,5 Prozent, OPEC-Rohöl verbilligte sich um 9,5 Prozent. Raffinerien, die Erdöl auf Dollarbasis kaufen und ihre fertigen Produkte in Euro verkaufen, konnten in diesem Zeitraum einen zusätzlichen "Bonus" lukrieren.
Hätten sich die heimischen Treibstoffpreise an der Brentnotierung orientiert, hätte Eurosuper um 13 Cent, Super Plus um 14,4 Cent und Diesel 10,7 Cent verbilligt werden müssen. Bei Orientierung am OPEC Rohölpreise hätte Eurosuper um 8 Cent, Super Plus 8,8 Cent und Diesel um 3 Cent gesenkt werden müssen, so der ARBÖ (APA/Red.)
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