Montag, 22. September 2003

Frächterstreik in Italien: Chaos in mehreren Städten

  • Über 300.000 Lkw standen am Montag still
  • Protest gegen Reformpläne der Regierung Berlusconi

Wegen eines Frächterstreiks standen am 22. September in Italien über 300.000 Lkw still. Der Protest, dem sich alle großen Frächterverbände anschlossen, richtet sich gegen die von der Regierung geplante Reform des Lkw-Transports und der neuen Straßenverordnung. In einigen italienischen Städten entschlossen sich die Lkw-Fahrer zu einem Bummelstreik was zu erheblichen Verkehrsproblemen führte.

Nach Angaben des Frächterverbands Fita schlossen sich 90 Prozent der italienischen Frächter dem Protest an. Mit ihrem Protest fordern die Frächter von der Regierung Berlusconi die Senkung der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Doch das wirkliche Problem der Lkw-Unternehmen ist der Preisverfall in der Branche und die harte Konkurrenz aus Nord- und Osteuropa. Die Frächter protestieren auch dagegen, dass zugesagte Hilfsmaßnahmen - so sollten Lkw-Fahrer von der Energiesteuer auf Benzin befreit werden - die im November 1999 vereinbart worden waren, bis heute nicht umgesetzt sind.

Verkehrschaos durch Lkw-Bummelstreik
In Italien gibt es 150.000 Frachtunternehmen und 630.000 Lkw. In einigen italienischen Städten entschlossen sich die Lkw-Fahrer zu einem Bummelstreik was zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Besonders schwierig erwies sich die Situation in Verona und in der süditalienischen Hafenstadt Bari. (APA/Red.)

22.9.2003 14:03