Leitbörsen unter Druck: DAX verliert mehr als 3%!
- Dollar-Schwäche & Kurseinbrüche in Tokio drücken Aktienmärkte
- Nikkei-Index mit über 4% Kursrutsch
Schlechte Nachricht für Börsianer: Die europäischen Aktienmärkte standen am Montag zu Mittag wegen der Dollar-Schwäche stark unter Druck. Der DAX in Frankfurt notierte um 13:30 Uhr MESZ mit 3.470,65 Punkten und einem herben Minus von 3,02 Prozent. Klare Rückgänge mussten auch die Märkte in London, Paris und Zürich hinnehmen.
Der FT-SE-100 der Börse London verschlechterte sich um 51,4 Zähler oder 1,21 Prozent auf 4.205,6 Einheiten. Der CAC-40 in Paris verlor bis zum oben genannten Zeitpunkt 95,54 Punkte oder 2,83 Prozent auf 3.278,10 Einheiten. In Zürich verringerte sich der SPI um 82,07 Zähler (minus 2,13 Prozent) auf 3.773,32 Stellen. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 gab merklich um 63,84 Einheiten oder 2,47 Prozent auf 2.518,63 Punkte ab.
Ein Schwäche-Anfall des US-Dollar drückte die europäischen Aktienbörsen kräftig in die Verlustzone. Zudem habe der Kursrutsch des Nikkei-Index in Tokio im Ausmaß von über vier Prozent jeden erschreckt, so ein Händler. "Wegen der Entwicklung am Devisenmarkt werden vor allem Exporttitel verkauft", wie ein Händler sagte. Zudem habe sich die charttechnische Situation verschlechtert. Offenbar wurden einige Investoren von dem aktuellen Schwächeanfall der Aktienmärkte etwas überrascht.
Mit den Automobilwerten führte ein traditionell dollarsensitiver Sektor den Euro-Stoxx nach unten. "Automobilwerte werden ganz klar durch die verstärkte Dollar-Schwäche unter Druck gesetzt", bemerkte ein Teilnehmer. Dabei rückte der fundamental positive Einfluss durch den Zuschauerrekord bei der IAA in den Hintergrund, zumal der Nachrichtenfluss durch die Messe als Unterstützungsfaktor vorbei ist.
Somit konnten DaimlerChrysler auch nicht von einer "Trading Buy"-Empfehlung durch J.P. Morgan profitieren und verloren überdurchschnittliche 3,7 Prozent auf 32,71 Euro. VW gaben 3,2 Prozent auf 42,12 Euro ab. Renault bremsten um 4,2 Prozent auf 54,15 Euro, nachdem sich Nissan Motor von der Dollar-Schwäche belastet zeigten und Sorgen wegen der Last eines Not-Verkaufs von Nissan Diesel auftauchten. "Die jüngste Rally von Renault ist vor allem durch die Gewinne von Nissan ausgelöst worden und die jetzigen Devisenkurse werden Investoren wahrscheinlich zu Gewinnmitnahmen verleiten", sagt WestLB-Analyst Henrik Lier. (APA/Red.)
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